Gesundheit aktuell - Krankheiten

  • Durchblutungsstörungen

    Eine Gefäßverengung, welcher Art auch immer, erfordert für die gleiche Durchblutungsmenge einen erhöhten Druck. Nach dem Hagen-Poiseuillschen Gesetz muss der Druck sich um die Faktor 4 erhöhen, wenn der Querschnitt sich um den Faktor 1 verengt. Diese Druckerhöhung läßt sich in den großen Blutgefäßen, an denen wir den Blutdruck messen, auch realisieren, nicht aber an den Haargefäßen, den Kapillaren. Wenn der prozentuale Anteil der Zellen im Blut zu hoch ist oder andere Gerinnungsfaktoren, Fettwerte nicht stimmen, wird das Blut zähfüssiger. Gemäß der Virchowschen Trias (Fließgeschwindigkeit, Wandbeschaffenheit, Zusammensetzung des Blutes) wird so eine Verstopfung des Gefäßes durch Gerinnung eingeleitet. Das ist dann die totale Durchblutungsstörung an dieser Stelle. Umgehungskreisläufe sind dann lebensentscheidend für das hinter dieser Verstopfung gelegene Gewebe.
    Eine wenig beachtete Therapie, die am Gefäßquerschnitt durch die körpereigene Produktion von Prostacyclin ansetzt, ist die intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger. Ein interessanter Link dazu ist:
    https://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/ehk/doi/10.1055/s-2002-19945
    Die Therapie ist im Hufelandverzeichnis aufgeführt.
    Anders als z.B. die Chelattherapie, die eine Reihe von Voruntersuchungen erfordert, ist diese Therapieform quasi sofort einsetzbar. Bei korrekter Anwendung ist es noch zu keinen nennenswerten Nebenwirkungen gekommen. Die Wirkung hält nach einer Kur von ca. 20 Anwendungen ( bei ganz schlimmen Fällen auch deutlich mehr Anwendungen) Wochen bis Monate, manchmal Jahre, an. Sinnvollerweise sollte allerdings alle paar Wochen eine Auffrischungsserie von 3- 5 Anwendungen zum Erhalt der Durchblutungsverbesserung erfolgen. Alle anderen gefäßverengenden Einflüsse sollten natürlich auch ursächlich behandelt werden.
    Dr. Dirk Wiechert

  • Angelman-Syndrom

    Das Angelman-Syndrom ist eine Erkrankung, die durch einen genetischen Defekt am Chromosom 15 verursacht wird. Die Folge ist eine pschyomotorische Retardierung mit fehlender Sprachentwicklung, sowie unmotiviertem Lachen und Ganganomalien.

  • Fallot-Tetralogie

    Die Fallot-Tetralogie beschreibt das gemeinsame Auftreten von vier angeborenen Herzfehlern.
  • EHEC

    Bei EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli) handelt es sich um eine gefährliche Unterart der häufig vorkommenden und für gewöhnlich harmlosen Darmbakterien Escherichia coli. Das HUS (hämolytisch-urämische Syndrom) ist eine gefürchtete Komplikation einer EHEC-Infektion.

  • Keuchhusten

    Der Keuchhusten oder Pertussis gehört zu den bakteriellen Infektionserkrankungen. Erreger ist der Bordetella pertussis, die Erkrankung wird mittels Tröpfcheninfektion übertragen. Der Erkrankungsgipfel liegt im Kleinkindalter. Keuchhusten läuft klassischerweise in drei Stadien ab, wobei sich der Verlauf über Wochen hinziehen kann.

  • Enzephalitis

    Eine Enzephalitis ist eine Entzündung des Gehirns, die zumeist durch Viren hervorgerufen wird, aber auch andere Ursachen haben kann. Sind zusätzlich die Hirnhäute betroffen, so nennt man dies Meningoenzephalitis. Man unterscheidet zwischen einer Panenzephalitis (Entzündung des gesamten Gehirns), einer Leukenzephalitis (Entzündung der weißen Substanz) und einer Polioenzephalitis (Entzündung der grauen Substanz).
  • Fieberkrampf

    Fieberkrämpfe treten im Säuglings- und Kleinkindalter auf und zählen zu den epileptischen Gelegenheitsanfällen. Hierbei kommt es zu einem plötzlichen hohen Fieberanstieg mit Krämpfen in der Muskulatur und sogar Bewusstseinsverlust. Die genaue Ursache hier ist jedoch noch unbekannt. Generell unterscheidet man zwei Formen. Der einfache Fieberkrampf dauert weniger als 15 min, wiederholt sich nicht binnen 24 Stunden, betrifft den gesamten Körper und geht nicht mit neurologischen Ausfällen einher. Der atypische (komplizierter) Fieberkrampf hingegen dauert länger als 15 min, wiederholt sich binnen 24 Stunden und betrifft nur ein Körperteil.
  • Harnwegsinfekt

    Bei einer Harnwegsinfektion kommt es zu einer Entzündung der ableitenden Harnwege. Hierbei unterscheidet man zwischen einer unteren Harnwegsinfektion, die die Harnröhre (Urethritis) und Harnblase (Cystitis) betrifft und einer oberen Harnwegsinfektion, bei der Harnleiter und Nierenbecken erkankt sind. Die Infektion wird zumeist durch Bakterien verursacht werden und betrifft Frauen häufiger als Männer, da Erreger durch die kürzere Harnröhre besser bis in die Harnblase gelangen können.
  • Soor

    Soor oder auch Candidiasis ist eine durch Pilze bedingte Infektionskrankheit, die sowohl die Haut/Schleimhaut, als auch in besonders schweren Fällen die inneren Organe betreffen kann

  • Morbus Bechterew

    Bei der Spondylitis ankylosans, auch Morbus Bechterew, handelt es sich um eine entzündlich-rheumatische Erkrankung des Skeletts, insbesondere der Wirbelsäule.

  • Bauchfellentzündung

    Bei der Peritonitis, auch Bauchfellentzündung, handelt es sich um eine meist bakterielle Entzündung des Peritoneums.

  • Fettembolie

    Bei der Fettembolie handelt es sich um die Einschwemmung von Fett in das Gefäßsystem. Sie kann zur Lungenembolie führen.

  • Nierenarterienstenose

    Bei der Nierenarterienstenose handelt es sich um eine Minderdurchblutung einer oder beider Nieren aufgrund der Einengung der sie versorgenden Nierenarterien. Ein Bluthochdruck kann die Folge sein.

  • Nierenzysten

    Bei Nierenzysten handelt es sich um flüssigkeitsgefüllte Blasen im Nierengewebe. Je nach Größe und Anzahl können sie die Nierenfunktion unterschiedlich stark beeinflussen.

  • Cholezystolithiasis

    Bei der Cholezystolithiasis, auch Gallensteine, handelt es sich um eine häufige Erkrankung der Gallenblase sowie der Gallengänge (Cholangiolithiasis). Die Beschwerden werden durch die Steine hervorgerufen.

  • Arterielle Verschlusskrankheit

    Bei der arteriellen Verschlusskrankheit handelt es sich um eine Störung der arteriellen Durchblutung der großen Gefäße des Körpers und der Extremitäten.

  • Phenylketonurie

    Die Phenylketonurie ist eine vererbbare Stoffwechselerkrankung die den Abbau der Aminosäure Phenylalanin betrifft. Betroffene Neugeborene müssen ihr Leben lang eine spezielle Diät einhalten um Schäden zu verhindern.

  • Plattenepithelkarzinom

    Das Plattenepithelkarzinom ist ein bösartiger Tumor der Haut. Er kann die gesamte Körperoberfläche befallen und je nach Form mehr oder weniger bösartig wachsen.

  • Cholera

    Die Cholera ist eine durch Bakterien verursachte Magen-Darm-Erkrankung, die zu schweren reiswasserartigen Durchfällen und Erbrechen führt. Besonders häufig tritt die Krankheit in Lateinamerika, Südostasien und Afrika auf. Dabei erfolgt die Ansteckung meistens durch verunreinigtes Trinkwasser. Bei Verdacht auf eine vorliegende Cholerainfektion erfolgt eine Isolation des Patienten.
    Cholera ist in Deutschland meldepflichtig.

  • Perikarditis

    Die Perikarditis ist eine Entzündung des Herzbeutels, die akut und chronisch verlaufen kann. Die häufigste Form wird durch Viren, seltender durch Bakterien hervorgerufen, es kann aber auch durch immunologische Erkrankungen zu einer Perikarditis kommen, z.B. beim Systemischen Lupus erythemathodes und beim rheumatischen Fieber. Die chronische Form wird durch einen narbigen Folgezustand der akuten Perikarditis hervorgerufen. Kommt es im Laufe der Erkrankung zu großen Ergussmengen, kann es als Komplikation zur Herzbeuteltamponade kommen, das führt zu einer Behinderung der diastolischen Ventrikelfüllung und zu einer Einflussstauung mit der Gefahr des kardiogenen Schocks. Behandelt wird je nach Ursache, symptomatisch gibt man Kortison und NSAR (z.B. Ibuprofen). Bei drohender Herzbeuteltamponade erfolgt eine Entlastungspunktion.