
Die Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Bei der Endometriose wächst Gewebe der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Uterus) an anderen Stellen im Körper. Dieses sogenannte versprengte Gewebe ist dem hormonellen Zyklus unterworfen. Im Rahmen der Monatsblutung kommt es häufig zu starken Schmerzen, da das Blut nicht abfließen kann und sich Entzündungsherde bilden. Kommt es zu Verwachsungen der Gewebsinseln kann sich bei Endometriose eine chronische Schmerzsymptomatik einstellen. Schlimmstenfalls kann Unfruchtbarkeit die Folge sein. Wird das verstreute Gewebe chirurgisch entfernt, verschwinden die Beschwerden in der Regel wieder. Kann die Endometriose nicht operativ behandelt werden, ist eine hormonelle Therapie eine Alternative.

Borderline ist eine Achterbahn der Gefühle. Es ist Liebe oder Hass, es ist Schwarz oder Weiß, es ist Gut oder Böse – und nichts dazwischen. Borderline gehört zu den Persönlichkeitsstörungen, es ist eine Emotional instabile Persönlichkeitsstörung. Menschen mit Borderline stehen im Chaos der Gefühle zwischen den Extremen und versuchen mit dem Verletzen von sich selbst und von anderen Menschen aus dem inneren Kampf auszubrechen. Borderliner haben Schwierigkeiten, eine dauerhafte Beziehung aufzubauen, sie sind unfähig, ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten.

Das Ohr schmerzt unerträglich, es knackt und klopft und nachts ist es besonders heftig. Fieber, Kopfschmerzen und Schwerhörigkeit gesellen sich dazu – Sie haben eine Mittelohrentzündung.
Die Mittelohrentzündung (Otitis media) ist eine Entzündung der Schleimhäute hinter dem Trommelfell. Dadurch schwellen die Schleimhäute an, Flüssigkeit kann nicht mehr abfließen und drückt auf das Trommelfell. Nach zwei bis drei Tagen können durch den anhaltenden Druck Risse im Trommelfell entstehen. Verursacht wird die Mittelohrentzündung meistens durch Bakterien, sie kann aber auch die Folge einer Infektion mit Viren (Grippeviren und Herpesviren) sein. Meistens stammen die Erreger aus dem infizierten Nasen-Rachenraum und gelangen über einen Verbindungsgang zum Mittelohr und in dessen Schleimhäute. Stechende Schmerzen und eingeschränktes Hören sind typische Symptome der Mittelohrentzündung.

Brennen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang und krampfartige Schmerzen im Unterleib - diese Symptome deuten auf eine akute Blasenentzündung Zystitis hin. Jede zweite Frau ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen – ganz unabhängig von der Jahreszeit. Bei der Blasenentzündung oder Zystitis entzünden sich die Schleimhäute der unteren Harnwege (Harnröhre und Harnblase). Auslöser dafür ist in den meisten Fällen eine Infektion mit dem Darmbakterium E. coli.

Ihre Lider sind rot und geschwollen, das Weiße in Ihren Augen ist von zahlreichen feinen roten Äderchen durchzogen. Sie haben nicht geweint oder zu tief ins Glas geschaut, wie Ihre Mitmenschen vielleicht glauben. Sie haben eine Bindehautentzündung. Diese häufig durch Erreger, Allergien und Umweltreize ausgelöste Augenerkrankung verursacht nicht nur rote Augen, sondern auch ein Fremdkörpergefühl, Juckreiz, Brennen, Lichtempfindlichkeit und verstärkten Tränenfluss. In der Regel heilt eine Bindehautentzündung bei entsprechender Behandlung problemlos ab.

Es juckt unerträglich, die Haut ist gerötet und es bilden sich weiße Quaddeln – diese Reaktion wird als Nesselsucht, Nesselfieber oder Urtikaria bezeichnet. Allergien gegen Medikamente, Nahrungsmittel oder Zusatzstoffe sind die häufigsten Auslöser der Nesselsucht. Aber auch physikalische Reize wie Wärme oder Kälte, mechanische Reize wie Druck und psychische Belastungen wie Stress können die Ursachen einer Urtikaria sein. Die Nesselsucht kann in jedem Alter auftreten, ist nicht ansteckend und klingt, wenn es sich um die akute Form handelt, in der Regel nach entsprechender Therapie innerhalb von wenigen Tagen von selbst ab. Wichtig für die Zukunft ist aber, allergieauslösende Substanzen oder die entsprechenden Reize zu meiden.

Angst hat viele Gesichter. Und das ist seit Jahrtausenden gut und sinnvoll für unser Leben. Denn Angst ist die Voraussetzung dafür, eine Gefahr zu erkennen und gegebenenfalls sein Leben retten zu können. Die natürliche Angst vergeht, sobald die Gefahr vorbei ist. Anders ist es, wenn Angst das eigene Leben so sehr bestimmt, dass Angst vor der Angst besteht und sich die Betroffenen der für sie bedrohlichen Situation nicht mehr aussetzen. Dann spricht man von Angststörung. Meistens kommt es dann zu einem Rückzug, Orte und Situationen, die Angst machen, werden gemieden.

Die Bulimie (Bulimia nervosa oder Ess-Brechsucht) gehört zu den Ess-Störungen. Menschen, die unter Bulimie (Bulimia nervosa) leiden, nehmen in kurzer Zeit Unmengen von Nahrung auf und versuchen diese kurz danach durch selbst herbeigeführtes Erbrechen wieder loszuwerden. Andere wirken den Heißhungerattacken durch exzessiven Sport, Missbrauch von Abführmitteln und Appetitzüglern entgegen. Menschen mit Bulimie (Bulimia nervosa) haben Angst vor einer Gewichtszunahme, sie nehmen sich als dicker wahr als sie in Wirklichkeit sind. Doch im Gegensatz zur Magersucht (Anorexia nervosa) und den Essanfällen ohne Erbrechen (Binge-Eating-Syndrom) sind Bulimiker meist normalgewichtig oder ihr Gewicht liegt im unteren Normbereich. Trotzdem bestimmt die Angst zuzunehmen ihr Leben. Bulimiker beschäftigen sich andauernd mit ihrem Gewicht, denn die Figur ist entscheidend für ihr Selbstwertgefühl.

Die meisten Schlafstörungen haben keine organischen, sondern seelische Ursachen. Sich verändernde Lebenssituationen, mitmenschliche Konflikte, familiäre und berufliche Sorgen und Probleme, Krankheit und auch Zukunftsängste sind die Hauptgründe für Schlafstörungen. Durchwachte Nächte verursachen das Gefühl, dass die nächtliche Schlafphase keine ausreichende Erholung gebracht hat. Die Folge: je verzweifelter man sich bemüht einzuschlafen, desto wacher wird man. Von einer Behandlungsbedürftigen Schlafstörung (Insomnie) spricht man, wenn der Zustand der Schlaflosigkeit über einen Monat andauert und dabei öfter als dreimal pro Woche auftritt.

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronische, nicht ansteckende und gutartige Hauterkrankung, die schubweise verläuft. Sie kann in jedem Alter auftreten. Die akut-eruptiv-exanthematische Psoriasis entsteht plötzlich bei oder nach Infekten. Es bilden sich an Rumpf, Armen und Beinen viele 0,5-1 cm große, erhabene und scharf begrenzte entzündlich gerötete Herde (Plaques) mit einer silbrig glänzenden Schuppung. Bei der chronisch stationären Psoriasis sind die schuppigen Hautstellen größer, bleiben lange bestehen und verändern sich kaum. Schuppenflechte ist nicht heilbar, jedoch lassen sich die Hautausschläge durch bestimmte Maßnahmen lindern.

Psychose ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe verschiedener neurologischer Erkrankungen. Sie alle sind hautsächlich durch Realitätsverlust gekennzeichnet. Das kann organische Ursachen haben (z.B. nach Hirnhautentzündung oder bei Demenz), man spricht dann von organischen Psychosen. Manchmal tritt die Psychose jedoch auch ohne erkennbare Ursache auf. Je nachdem wie die Realität wahrgenommen wird, unterscheidet man einzelne Krankheitsbilder. Beeinflussen die psychotischen Zustände vorrangig Denken und Sinneswahrnehmungen, spricht man von einer schizophrenen Psychose. Tritt die Psychose im Zusammenhang mit starken Stimmungsschwankungen auf, bezeichnet man das als affektive Psychose. Geht es in eine depressive Richtung spricht man von unipolarer Störung. Wechseln sich Phasen von Überdrehtheit, Rededrang, Reizbarkeit, Arbeitswut und Selbstüberschätzung mit Phasen tiefer Traurigkeit, Schlafstörungen und vermindertem Antrieb ab, spricht man von bipolaren Störungen. Oftmals gehen die Krankheitsbilder allerdings ineinander über. In vielen Fällen ist eine stationäre Behandlung in einer psychiatrischen Klinik notwendig.

Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) handelt es sich um eine schmerzlose Erkrankung des Auges, die die Sehfähigkeit im Zentrum des Gesichtsfeldes einschränkt und für die Mehrzahl der Erblindungen im Alter verantwortlich ist. Bemerkbar macht sich die Makuladegeneration dadurch, dass Sie Dinge, die Sie fixieren, verschwommen sehen, die Farben nur noch schwer unterscheiden können, graue Schleier sich über das wahrgenommene Bild legen und gerade Linien verzerrt oder wellig erscheinen. Die altersbedingte Makuladegeneration tritt in zwei Formen auf: Die trockene Makuladegeneration ist gekennzeichnet durch die Ablagerungen von Stoffwechselprodukten (Drusen) unter der Makula. Das führt zum Absterben der Pigmentzellen in der Netzhaut. Die damit verbundene Sehstörung im Zentrum des Blickfeldes entwickelt sich langsam. Die feuchte Makuladegeneration macht sich durch einen schneller voranschreitenden Sehverlust bemerkbar. Sie entwickelt sich aus der trockenen Makuladegeneration. Hierbei wachsen krankhafte Blutgefäße unter der Makula. Im fortgeschrittenen Stadium ist das zentrale Sichtfeld nur noch ein dunkler Fleck, langfristig kann die feuchte Makuladegeneration zur Erblindung führen.

Die Herpangina (Angina herpetica oder Zahorsky Krankheit) ist eine Entzündung der Gaumenmandeln und der Rachenschleimhaut. Sie tritt bevorzugt bei Kleinkindern und Jugendlichen in den Sommer- und Herbstmonaten auf. Die Herpangina wird meistens ausgelöst durch Coxackie-Viren vom Typ A, aber auch Coxackie-Viren vom Typ B oder Herpesviren können die Herpangina hervorrufen. 2-9 Tage nach der Ansteckung zeigen sich die ersten Symptome: Bläschen oder flache Geschwüre mit dunkelrotem Hof. Begleitet wird die Herpangina von starkem Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen. Die Herpangina dauert nur wenige Tage und verläuft in der Regel komplikationslos.

Humane Papillomviren (HPV) nisten sich in Zellen der Haut und/oder der Schleimhäute ein und können Gewebewucherungen verursachen. Einige der über 100 HPV-Typen rufen harmlose Hautwarzen (Papillome) hervor, andere befallen Zellen der Geschlechtsteile und des Afters. Diese HPV-Typen werden hauptsächlich sexuell übertragen. Die HPV-Infektion führt dann entweder zu Genitalwarzen (Feigwarzen) oder zu Gewebeveränderungen an Gebärmutterhals, Vulva, Scheide, Penis oder After. Daraus kann, muss aber nicht zwangsläufig, ein bösartiger Tumor entstehen, zum Beispiel ein Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs).

Unter einer Dysphonie versteht man eine Stimmstörung oder Stimmerkrankung mit Veränderung des Stimmklangs und Einschränkung der Stimmleistungsfähigkeit. Die Dysphonie kann durch angeborene Kehlkopfanomalien bedingt sein oder psychische Ursachen haben. Sie entsteht außerdem aufgrund von Veränderungen des Kehlkopfes oder einer Fehlfunktion des Stimmbruchs. Weiterhin kann eine Dysphonie ausgelöst werden durch Stimmüberlastungen, entzündliche Prozesse, Tumore, Verletzungen des Stimmapparates, Gewalteinwirkung oder durch längere Intubation.

Die Bypass-Operation gehört zu den häufigsten Herzoperationen. Mit ihr werden Durchblutungsstörungen des Herzmuskels beseitigt. Ausgelöst wird die mangelnde Blut-, Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr durch verengte Herzkranzgefäße. Bypass heißt übersetzt „Umleitung bzw. Umgehungsstraße“. Im Rahmen einer Bypass-Operation werden Umgehungskreisläufe zur Überbrückung von verengten Gefäßabschnitten angelegt. Als Gefäßbrücken fungieren eine Arterie aus der Brustwand oder Venenstücke aus dem Bein. Je nach Anzahl der benötigten Gefäßbrücken dauert eine Bypass-Operation zwischen zwei und fünf Stunden.

Die Magersucht (Anorexie oder Anorexia nervosa) ist eine psychisch bedingte Form der Essstörung. Betroffene empfinden sich als zu dick, halten strenge Diät oder verweigern die Nahrung vollständig. Sie treiben zusätzlich exzessiv Sport und nehmen bis auf die Knochen ab. Dahinter stecken der Wunsch nach Selbstbestimmung und eine gestörte Körperwahrnehmung. Die Therapie der Magersucht ist ein langwieriger Prozess.

Es gibt eine Reihe von Methoden, die verhindern, dass Frauen schwanger werden. Sie alle werden unter dem Begriff Kontrazeption oder Empfängnisverhütung zusammengefasst. Die einzelnen Verhütungsmethoden wie Antibabypille, Kondome, Spirale unterscheiden sich in ihrer Wirksamkeit, aber auch in ihrer Verträglichkeit und Sicherheit.
Das Non-Hodgkin-Lymphom, bezeichnet alle bösartigen Erkrankungen des Lymphsystems die kein Morbus Hodgkin sind.