Gesundheit aktuell - Krankheiten

  • Seitenstrangangina

    Seitenstrangangina

    Die Seitenstrangentzündung oder Seitenstrangangina (Angina lateralis) ist eine Form der akuten Rachenentzündung (Pharyngitis), bei der die Lymphbahnen betroffen sind, die von der oberen hinteren Rachenwand abwärts verlaufen. Bemerkbar macht sich die Seitenstrangangina (Angina lateralis) durch geschwollene Lymphknoten im Kiefer- und Halsbereich, schon leichter Druck auf die betroffenen Bereiche verursacht starke Schmerzen. Ausgelöst wird die Seitenstrangangina (Angina lateralis) in der Regel durch Bakterien (meistens Streptokokken), nicht selten ging ein Virusinfekt der Erkrankung voraus. Eine Seitenstrangangina tritt häufig bei Menschen auf, deren Mandeln nach einer Mandelentzündung (Angina tonsillaris, Tonsillitis) entfernt wurden.

  • Sinusitis

    Sinusitis

    Als Sinusitis wird eine akute oder chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen bezeichnet. Die akute Sinusitis ist meistens die Folge eines Schnupfens (Rhinitis). Die chronische Sinusitis entwickelt sich aus einer nicht ausgeheilten akuten Nasennebenhöhlenentzündung oder einem anhaltenden allergischen Schnupfen. Sie wird begünstigt durch anatomische Veränderungen in der Nase, die die engen Verbindungen zwischen Nasenhöhle und Nebenhöhlen verschließen. Das können Nasenscheidewandverbiegungen sein, Rachenpolypen oder auch vergrößerte Nasenmuscheln. In der Regel ist eine Sinusitis gut behandelbar, sofern zu richtigen Zeitpunkt die richtige Therapie eingeleitet wird.

  • Gürtelrose

    Gürtelrose

    Bei der Gürtelrose (Herpes zoster) handelt es sich um eine virale Infektion, die von demselben Erreger verursacht wird, der auch die Windpocken hervorruft. Nach einer überstandenen Windpocken-Erkrankung können die verursachenden Varizella-Zoster-Viren in den Nervenzellen des Körpers verbleiben. Bei Schwächung des Immunsystems oder bei Stress können sie dann wieder aktiv werden. Es bilden sich verschorfende, sehr schmerzhafte Bläschen auf gerötetem Grund. Ansteckend ist nur der virenhaltige Bläscheninhalt, therapiert wird mit Medikamenten, die die Vermehrung der Viren hemmen.

  • Bronchitis (akut)

    Bronchitis

    Eine Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien. Ausgelöst wird eine Bronchitis zu 90 Prozent durch Viren. Eine bakterielle Infektion ist selten, kann jedoch als Sekundärinfektion auftreten. Normalerweise ist eine Bronchitis harmlos und nach zehn bis 14 Tagen ausgestanden. Manchmal wächst sich die Bronchitis aber auch zur Lungenentzündung aus oder wird zur chronischen Bronchitis.

    In vielen Fällen verläuft die Bronchitis auch in Kombination mit einer Infektion der Luftröhre als so genannte Tracheo-Bronchitis oder zusätzlich mit einer Infektion des Kehlkopfes als so genannte Laryngo-Tracheo-Bronchitis.

  • Hepatitis C

    Hepatitis C

    Als Hepatitis bezeichnet man eine Entzündung der Leber, die durch verschiedene Viren verursacht werden kann. Die Hepatitis C gilt als die stille Infektion. Denn der Virus-Erreger der Hepatitis C (HCV) versteckt sich zunächst hinter unklaren Symptomen wie Müdigkeit und Unwohlsein. Daher ist es oft reiner Zufall, wenn im Rahmen einer Routineuntersuchung oder beim Blutspenden die Diagnose Hepatitis C gestellt wird. Rund 2-26 Wochen nach der Ansteckung über den Blutweg kommt es zu einer akuten Hepatitis C mit Beschwerden wie Durchfall, Appetitlosigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, häufig auch Gelbsucht. Bei 30 Prozent der Betroffenen heilt die Hepatitis C danach ohne bleibende Schäden aus. Bei 70 Prozent wird daraus allerdings eine chronische Hepatitis C. Auch diese verläuft oft unerkannt, so dass viele Menschen gar nicht wissen, dass sie infiziert sind. Unbehandelt sind langfristig Folgeschäden wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs möglich.

  • Trockene Augen

    trockene Augen

    Trockene Heizungsluft, Staub, Rauch und Ozon finden unsere Augen einfach „reizend“. Auch Bildschirmarbeit, das Tragen von Kontaktlinsen oder hormonelle Einflüsse führen oft zu trockenen, brennenden, juckenden, geröteten Augen und geschwollenen Lidern. Über 10 Millionen Deutsche leiden unter trockenen Augen. Die Ursachen für trockene Augen sind eine mangelnde Befeuchtung der Augenoberfläche, weil von den Tränendrüsen nicht genug Flüssigkeit produziert wird und/oder die Tränen aufgrund einer veränderten Zusammensetzung zu schnell verdunsten. Dadurch reiben die Lider wie Schmirgelpapier auf der Augenoberfläche und ein äußerst unangenehmes „Sandkorngefühl“ entsteht. Achten Sie darauf, sich bei der Behandlung von trockenen Augen nicht irgendwas aufs Auge drücken zu lassen.

  • Hallux valgus

    Hallux

    Mit der Mode zu gehen bedeutet bei unserem Schuhwerk leider oft die Gesundheit mit Füßen zu treten. Das gilt besonders für Frauen. Denn hohe Absätze und Schuhe mit schmal zulaufenden Spitzen sind die Hauptverursacher des Hallux valgus, der auch Ballenzehe genannt wird. Hierbei kommt es zu einer Vorwölbung des Grundgelenks der Großzehe, was nach einiger Zeit von außen als Ballen sichtbar wird. Außerdem weicht der große Zeh zum Fußaußenrand ab und verdrängt die kleineren Zehen. Der hervortretende Fußballen am Großzehengrundgelenk kann sich schmerzhaft entzünden und anschwellen. Zur Behandlung des Hallux valgus sowie zur Linderung der Schmerzen gibt es zahlreiche konservative Verfahren. In den meisten Fällen kann jedoch nur eine Operation Abhilfe schaffen.

  • Mastoiditis

    Mastoiditis

    Die Mastoiditis ist eine bakterielle Entzündung des Warzenfortsatzes (Mastoid) am Schläfenbein. Er ist als knöcherne Verdickung hinter der Ohrmuschel tastbar. Der Warzenfortsatz enthält viele luftgefüllte Hohlräume, die mit Schleimhut ausgekleidet sind und die mit dem Mittelohr in Verbindung stehen. Wird eine akute Mittelohrentzündung nicht ausreichend oder mit den falschen Antibiotika behandelt, kann sie sich weiter ausbreiten und so eine Mastoiditis verursachen. Doch nicht nur zwei bis drei Wochen nach einer Mittelohrentzündung kann eine Mastoiditis entstehen, sie kann auch schon während einer Mittelohrentzündung auftreten.

  • Hämorrhoiden

    Hämorrhoiden

    Kaum zu glauben, aber wahr: Jeder Mensch hat Hämorrhoiden und braucht sie auch. Denn Hämorrhoiden sind knotenförmige Erweiterungen der Blutgefäßpolster, die den Schließmuskel unseres Afters versorgen. Auch die Hämorrhoiden selbst bestehen aus gut durchblutetem Gewebe. Sie wirken als Schwellkörper wie eine Manschette, die zusammen mit dem Schließmuskel unseren After abdichten. Normalerweise spüren wir die Hämorrhoiden nicht. Sie machen sich erst bemerkbar, wenn sich die arteriellen Gefäßgeflechte im Schwellkörper krampfaderartig erweitern und wenn Gewebe wulstartig aus dem After hervortritt. Es kommt zu Jucken und Brennen, später kommen ein Fremdkörpergefühl und Schmerzen sowie Blutungen beim Stuhlgang hinzu. Nun ist es wichtig, das Problem nicht auszusitzen, sondern gezielt zu behandeln.

  • Karpaltunnelsyndrom

    Karpaltunnelsyndrom

    Wenn Ihnen eine Hand nachts einschläft oder Sie morgens mit steifen Fingern aufwachen, dann sind das häufig die ersten Anzeichen des sogenannten Karpaltunnelsyndroms (KTS). Hierbei handelt es sich um eine Einengung des Mittelhandnervs im Karpaltunnel. Das ist eine tunnelartige Röhre, die sich im Bereich der Handwurzel befindet und durch die der Mittelhandnerv mit den Beugesehnen der Finger verläuft. Kommt es durch falsche, einseitige Belastung oder als Folge eines Bruchs oder eines Tumors zu einer Schädigung des Mittelhandnervs sind Gefühlsstörungen des Daumens, des Zeige- und des Mittelfingers, sowie eine Rückbildung der Muskulatur am Handballen die Folge. Das Karpaltunnelsyndrom tritt zumeist an der stärker belasteten Hand auf, kann aber auch beide Hände betreffen. Frauen erkranken etwa dreimal häufiger als Männer am Karpaltunnelsyndrom.

  • Herzrhythmusstörungen

    Herzrhythmusstoerungen

    Wenn das Herz rast, stolpert und stockt, dann bemerken wir das nicht unbedingt. Oft vergehen Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) nach kurzer Zeit wieder. Wenn die unregelmäßige Abfolge des Herzschlages jedoch dauerhaft auftritt, dann ist es höchste Zeit, die Ursache ausfindig zu machen und diese zu beheben. Herzrhythmusstörungen können durch Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Schilddrüsenüberfunktion oder Schilddrüsenunterfunktion organisch bedingt sein, aber auch durch äußere Faktoren ausgelöst werden. Zu diesen zählen Fieber, Sport, starkem Stress, positiver oder negativer Erregung oder eine Reaktion auf Medikamente, Alkohol und Koffein. Unser Herz schlägt im Ruhezustand etwa 60- bis 80-mal pro Minute. Gerät es aus dem Takt, können Beschwerden wie Schwindel, Ohnmacht, Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle oder Brustschmerzen auftreten. Die Therapie von Herzrhythmusstörungen ist medikamentös, aber auch durch elektrische Impulsgeber wie Herzschrittmacher möglich.

  • Schilddrüsenunterfunktion

    Schilddrüsenunterfunktion

    Bei Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) produziert die Schilddrüse wenig oder keine der Schilddrüsenhormone Tetrajodthyronin (Thyroxin, T4) und Trijodthyronin (T3). Der Stoffwechsel verlangsamt sich, es kommt zum Abfall der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Manchmal bildet sich im Verlauf der Hypothyreose ein Kropf aus. Oft bleibt die Schilddrüsenunterfunktion jedoch aufgrund der unklaren Symptomatik lange Zeit unerkannt oder wird gar falsch behandelt. Frauen leiden statistisch gesehen fast 10-mal häufiger unter einer Schilddrüsenunterfunktion als Männer. Die Schilddrüsenunterfunktion kann vererbt sein oder erworben als Folge einer Schilddrüsenerkrankung. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, eine Hypothyreose zu bekommen.

  • Bipolare Störung

    Bipolare Störung

    Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Diese Stimmungsschwankungen kennt wohl jeder von uns. Doch tritt das Wechselbad der Gefühle dauerhaft und auch ohne erkennbaren Grund auf, so liegt eine Erkrankung vor, die als Bipolar, Bipolare Störung, Bipolare affektive Störung oder manisch-depressive Erkrankung bezeichnet wird. Die bipolare Störung verläuft in Phasen (Episoden). Phasen der Manie wechseln sich mit Phasen der Depression ab. Die Manie äußert sich durch Überdrehtheit, Rededrang, Reizbarkeit, Selbstüberschätzung, keinerlei Bedürfnis nach Schlaf und übersteigerte Arbeitswut. Phasen der Depression zeigen sich durch tiefe Traurigkeit, Schlafstörungen, verminderten Antrieb, Verkriechen in den eigenen vier Wänden und Meiden sämtlicher sozialer Kontakte. Bei der Behandlung der Bipolaren Störung setzt man auf die Kombination von Medikamenten und Psychotherapie.

  • BWS-Syndrom

    BWS

    Drückende, dumpfe Schmerzen, die von der Brustwirbelsäule ausgehen oder den Bereich der Brustwirbelsäure betreffen, werden unter dem Begriff BWS oder BWS-Syndrom zusammengefasst. Die Ursachen für die BWS Schmerzzustände können Abnutzungserscheinungen, Störungen der gelenkigen Wirbelverbindungen, angeborene Missbildungen, Skeletterkrankungen, traumatische Verletzungen oder auch entzündliche Erkrankungen sein. Meistens ist eine ambulante Schmerztherapie mit Medikamenten und Rückentraining ausreichend, manchmal ist jedoch auch der Aufenthalt in einer Schmerzklinik nötig.

  • Epilepsie

    Epilepsie

    Der ganze Körper sackt urplötzlich in sich zusammen, schlägt auf dem Boden auf und beginnt unkontrolliert zu zucken. Schaum tritt aus dem Mund aus, die Augen sind offen, starr und verdreht. So schnell wie diese Szene begann, so plötzlich endet sie. Ein epileptischer Anfall dauert nur wenige Minuten ¬und nicht immer gestaltet er sich so dramatisch. Bei Epilepsie kommt es durch vorübergehende elektrische Fehlimpulse der Nervenzellen im Gehirn zu nicht kontrollierbaren Zuckungen am ganzen Körper, zu unwillkürlichen Bewegungsabläufen der Hände oder zu Dämmerzuständen.

  • Dermatitis

    Dermatitis

    Unter dem Begriff Dermatitis werden entzündliche Reaktionen unserer Haut zusammengefasst. Sie alle betreffen die obere Hautschicht (Lederhaut) und werden durch chemische, mikrobielle, parasitäre oder mechanische Reize ausgelöst. Die Heilungschancen einer Dermatitis richten sich nach Art und Ausmaß der Erkrankung. Für die meisten Fälle der Dermatitis ist die Prognose allerdings recht gut.

  • Hyperhidrose

    Hyperhidrose

    Die Hände sind ständig feucht, die Socken kleben an den Schuhen, die dunklen Flecken auf der Kleidung unter den Achselhöhlen versetzen uns in Panik. Übermäßiges Schwitzen ist mehr als ein kosmetisches Problem. Viele Betroffene trauen sich gar nicht mehr unter die Leute aus Angst, dass sie ihr Schwitzen nicht unter Kontrolle haben. Übermäßiges Schwitzen ist eine Krankheit, die Hyperhidrose oder Hyperhidrosis heißt.

  • Schizophrenie

    Schizophrenie

    Als Schizophrenie bezeichnet man eine Bewusstseinsspaltung ohne organische Ursachen. Sie betrifft Störungen in Gedächtnis, Denken sowie der Wahrnehmung der eigenen Person, der Umwelt und der Realität. Die Symptome der Schizophrenie sind bei jedem Menschen individuell verschieden. Fast immer jedoch treten Halluzinationen und Wahnvorstellungen auf. Schizophrenie verläuft meistens in Schüben, unterbrochen von Phasen mit völlig normalem Verhalten. Mit einer individuell abgestimmten medikamentösen und psychotherapeutischen Therapie können Menschen mit Schizophrenie ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen.

  • Borreliose

    Was_ist_Borreliose

    Nicht nur FSME ist eine durch Zecken übertragene Infektionskrankheit. Über die kleinen Blutsauger können wir uns auch mit Borreliose infizieren. Überträger sind hier Bakterien der Gruppe Borrelia, die über den Speichel der Zecke in unsere Haut und Blutbahn gelangen. Das Krankheitsbild der Borreliose ist sehr vielfältig, denn die nach Symptome wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Sehstörungen oder Herzrasen passen auch auf andere Krankheiten. Das macht die korrekte Diagnose der Borreliose nicht gerade einfach. Vor allem dann nicht, wenn der Zeckenbiss völlig unbemerkt geblieben ist und die charakteristische Wanderröte auf der Haut ausbleibt. Wird unser Immunsystem mit den Erregern nicht fertig, können sie sich über den Blutweg immer weiter im Körper ausbreiten, Muskeln und Gelenke, schlimmstenfalls Gehirn und Rückenmark befallen. Dieser Infektionsweg kann sich über Wochen und Monate hinziehen und eine Therapie sehr schwierig machen. Wird die Borreliose hingegen rechtzeitig mit Antibiotika behandelt, sind die Heilungschancen gut. Eine einmal überstandene Borreliose verschafft allerdings keine bleibende Immunität gegen die Erreger, weitere Infektionen sind jederzeit möglich. Auch gibt es im Gegensatz zu FSME keine Impfung gegen Borreliose.

  • FSME

    FSME

    Alle Jahre wieder das gleiche Problem: Wenn uns die ersten warmen Sonnenstrahlen nach draußen locken, warten im Unterholz schon die Blutsauger. Zecken sind nicht nur lästig, sondern teilweise auch gefährlich, denn sie können Infektionskrankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruserkrankung, die die Hirnhäute und das Hirngewebe befällt. Nach Ausbruch der Erkrankung ist die Therapie der FSME sehr schwierig, denn es können nur die Symptome bekämpft werden, nicht aber die Erreger. Besonders ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, die in Zecken-Risikogebieten leben oder dorthin reisen, sollten daher auf einen ausreichenden Zeckenschutz achten und sich nach Rücksprache mit dem behandelten Arzt gegen FSME impfen lassen.