
Besonders beim Genuss von Tomaten und Kaffee schießt ein brennender Schmerz durch Ihren Mund. Und wenn Sie mal in Ihre Mundhöhle schauen und einen genauen Blick auf die Wangeninnenseiten, Lippeninnenseiten und die Zunge werfen, dann sehen Sie die Übeltäter: Aphten. Aphten sind kleine, entzündliche Veränderungen der Mundschleimhaut. Sie zeigen sich als einzeln stehende weißlich-gelbliche, rotgeränderte wunde Stellen, die bis zu 14 Tage lang beim Essen, Trinken und sogar beim Sprechen erheblich stören, danach aber wieder spurlos verschwinden. Im Gegensatz zu äußeren Lippenbläschen, die durch Herpesviren hervorgerufen werden, sind Aphten nicht ansteckend.

Es juckt höllisch, die Haut ist besonders an Händen und Füßen überall mit roten Quaddeln übersät. Doch Mückenstiche sind es nicht, die für den urplötzlich auftretenden juckenden Ausschlag verantwortlich sind. Die Larven von kleinen unscheinbaren Tierchen sind die Verursacher dieser sogenannten Trombidiose. Vom Frühjahr bis zum Spätherbst hinterlassen die nur 0, 3 Millimeter kleinen Larven der Grasmilben (Trombiculiden) durch ihre Stiche die verräterischen Spuren. Dass sie allerdings wie manche Zecken Überträger von Erkrankungen wie Borreliose oder FSME sind, ist nicht zu befürchten.

Ich höre was, was du nicht hörst – und das pfeift, rauscht, zischt oder summt bei Tag und besonders laut bei Nacht. Die lästigen Ohrgeräusche, die der Umgebung verborgen bleiben und nicht von einer äußeren Schallquelle ausgelöst werden, sind ein Tinnitus. Tinnitus ist aber kein eingebildetes Geräusch, also keine akustische Halluzination. Tinnitus beruht auf einer Störung der Hörfunktion auf einem oder auch auf beiden Ohren. Die Ursachen dafür sind vielfältig und reichen von Entzündungen im Ohr über Schalltraumata und Hörsturz bis zu Fehlstellungen des Kiefers. Es gibt jedoch auch Formen des Tinnitus, bei denen die Ursachen nicht klar sind.

Die Hashimoto-Thyreoiditis, auch Hashimoto-Syndrom, chronische Immunthyreoiditis oder Autoimmunthyreoiditis (AIT) genannt, ist eine chronische, autoimmun bedingte Entzündung der Schilddrüse. Der Körper bildet Antikörper gegen das eigene Schilddrüsengewebe. Schilddrüsenzellen werden zerstört und können keine Schilddrüsenhormone mehr bilden. Besonders tückisch an der Hashimoto-Thyreoiditis ist, dass ihre Symptome nicht eindeutig sind. Hashimoto-Thyreoiditis ist nicht heilbar und eine der häufigsten Ursachen einer lebenslangen Schilddrüsenunterfunktion. Doch mit entsprechender medikamentöser Therapie lässt es sich ganz normal damit leben.

Die Darmspiegelung oder Koloskopie ist eine Untersuchung des Dickdarms (Kolon) und der ersten Zentimeter des Dünndarms. Dabei wird nach vollständiger Entleerung des Darms ein Koloskop über den After in den Darm geschoben. Das Koloskop ist ein flexibler Schlauch, der mit einer Lichtquelle und einer Kamera ausgestattet ist. Über einen Videochip werden die Bilder auf einen Monitor übertragen, auf dem der Arzt das Innere des Dickdarms betrachten kann. Gegebenenfalls kann er über das Koloskop auch Instrumente einführen, um Proben der Darmschleimhaut zu entnehmen oder kleinere Operationen durchzuführen.

Der Schädel dröhnt, es sticht, es hämmert, es zieht und drückt. Viele von uns leiden regelmäßig unter Kopfschmerzen, Frauen noch häufiger als Männer. Die Ursachen für Kopfschmerzen sind vielfältig: Erkältungen, Grippe, Magen-Darm-Infekte, aber auch das Absetzen von Schmerzmitteln sowie Alkohol, Nikotin, Stress oder Schlafmangel sind nur einige Dinge, die Kopfschmerzen auslösen können. Wichtig ist, bei den Schmerzen einen kühlen Kopf zu bewahren. Denn mit dem Abklingen der auslösenden Erkrankungen oder dem Vermeiden von selbstverschuldeten Ursachen verschwinden meistens auch die Kopfschmerzen wieder.

Tetanus (Wundstarrkrampf) ist eine akute schwere Infektionskrankheit, die durch Krämpfe und Lähmungserscheinungen gekennzeichnet ist und ohne ausreichenden Impfschutz tödlich verlaufen kann. Verursacht wird Tetanus durch Giftstoffe (Toxine) des Bakteriums Clostridium tetani. Das Tetanus-Bakterium gelangt über Wunden, die mit infizierter Erde, Straßenstaub oder auch Kot von Pferden in Berührung kommen, in den Körper und vermehrt sich dort. Die Inkubationszeit (Zeit von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome) beträgt durchschnittlich etwa 3-21 Tage. Der einzig sichere Schutz vor Tetanus ist die vorbeugende Impfung. Auch eine überstandene Tetanus Infektion bietet keinen Schutz, man kann immer wieder an Tetanus erkranken.

Manche Menschen merken gar nicht, dass sie steinreich sind. Denn so lange Nierensteine unsere harnableitenden Wege nicht blockieren, verursachen sie keine Beschwerden. Erst wenn die Nierensteine in die Harnleiter wandern und den Urinabfluss blockieren, kommt es zu schlimmen Schmerzen und einer Nierenkolik. Bei einem Nierensteinleiden (Nephrolithiasis) bilden sich aus einigen Bestandteilen des Urins Ablagerungen in den Nieren oder den ableitenden Harnwegen. Diese Ablagerungen bestehen aus auskristallisierten Salzen, die im Laufe der Zeit immer weiter anwachsen. Sie sammeln sich an allen Harnsammelstellen wie Nierenkelchen, Nierenbecken und ableitenden Harnwegen.

Schwindel, auch als Vertigo bezeichnet, ist eine Gleichgewichtsstörung. Schwindel kommt völlig unerwartet, dafür aber oftmals umso heftiger. Die Welt dreht sich, wir schwanken, haben das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren oder einer Ohnmacht nahe zu sein. Schwindel entsteht dadurch, dass Informationen der Augen, der Gleichgewichtsorgane in den Innenohren und der Muskel- und Gelenkrezeptoren nicht zusammenpassen. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

Als Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz, Fibromyalgiesyndrom, FMS) wird ein Schmerzsyndrom im gesamten Körper bezeichnet. Die Fibromyalgie äußert sich durch erhöhte Schmerzempfindlichkeit an typischen Druckpunkten, den sogenannten tender points. Die Fibromyalgie ist diagnostisch kaum eindeutig nachweisbar. Denn zusätzlich zu den Schmerzen bestehen bei der Fibromyalgie Begleitsymptome wie Schlafstörungen, Steifigkeitsgefühl, Schwellungsgefühl, trockener Mund, übermäßiges Schwitzen und kalte Finger und Zehen, die eine eindeutige Zuordnung erschweren. Betroffene haben oft einen Jahre langen Leidensweg hinter sich, bevor sie eine eindeutige Diagnose erhalten.

Schon ein einzelner Atemhauch kann für die Mitmenschen zu viel werden. Rund jeder fünfte Deutsche hat ein Problem mit Mundgeruch, in krankhafter Form auch Halitosis genannt. Doch nicht immer steckt mangelnde Mundhygiene hinter dem übel riechenden Atem. Mundgeruch kann auch die Folge von Krankheiten sein. Um unangenehme Gerüche verduften zu lassen ist es daher wichtig, die Ursachen des Mundgeruchs zu kennen.

Ein chronisches Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome = CFS), auch Fatigue oder Fatigue-Syndrom genannt, macht sich durch lähmende Müdigkeit, anhaltende Schwäche und körperliche und geistige Erschöpfung bemerkbar. Hinzu kommen häufig noch Kopf-, Hals-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Im Gegensatz zur normalen Erschöpfung gelingt bei Fatigue keine Besserung durch Ruhe, Schlaf und Erholung. Häufig ist Fatigue die Folge einer Krebserkrankung und tritt vor allem während und nach der Chemotherapie auf. Aber auch als Begleiterscheinung von Multipler Sklerose oder bei rheumatischen Erkrankungen kann Fatigue vorkommen.

Es beginnt urplötzlich mit verstärktem Tränenfluss an einem Auge. Der Augapfel wird blutrot, das Lid schwillt an, es juckt, brennt und schmerzt höllisch. Nach ein paar Tagen ist dann das zweite Auge dran. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine normale Bindehautentzündung ist die hoch ansteckende Augengrippe (Keratokonjunktivitis epidemica). Gerade in den Wintermonaten hat die durch Adenoviren ausgelöste Augenentzündung Hochsaison. Sie ist nicht nur unangenehm, sondern auch hoch ansteckend. Übertragen wird die Augengrippe durch Schmierinfektion, eine Therapie ist leider nur für die Symptome möglich.

Die Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina tonsillaris) ist eine bakterielle Entzündung der Gaumenmandeln. Diese Infektion wird hauptsächlich durch Bakterien der Gattung Streptokokken verursacht, seltener durch Staphylokokken, Haemophilus influenza oder Pneumokokken. Besonders häufig ist die Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina tonsillaris) bei Kindern und Jugendlichen, sie kann jedoch in jedem Lebensalter auftreten. Auch eine chronische Mandelentzündung (Tonsillitis chronica ) ist nicht selten. Sie entsteht aus einer andauernden bakteriellen Entzündung infolge ständig wiederkehrender, oft beschwerdearmer akuter Mandelentzündungen (Tonsillitis acuta).

Ein Herzinfarkt ist das Ergebnis einer koronaren Herzkrankheit aufgrund von Arteriosklerose und der daraus folgenden Bildung eines Thrombus (Arterienverschluss). Ein Herzinfarkt tritt auf, wenn sich eine Koronararterie (Herzkranzgefäß) plötzlich verschließt. Dadurch wird der Blutzufluss zu einem Teil des Herzmuskels (Myokard) abrupt unterbrochen. Dabei können Teile des Herzmuskels irreparabel beschädigt werden. Dieser Moment macht sich durch einen äußerst heftigen Schmerzanfall bemerkbar, der im Gegensatz zur Angina pectoris nicht wieder abklingt. Die beschädigten Teile des Herzmuskels werden durch Narbengewebe ersetzt. Im Gegensatz zum lebendigen Herzmuskel ist Narbengewebe tot und kann sich nicht mehr zusammenziehen. Wenn diese Narbe nur sehr klein ist, erholt sich das gesamte Herz wieder vollständig. Wenn die Narbe jedoch sehr groß ist, schwächt sie das Herz, denn der gesunde übrig gebliebene Herzmuskel ist nicht mehr in der Lage, die Arbeit des abgestorbenen Herzmuskels zu übernehmen.

Sie ist die Kehrseite der Pubertät. Wer Akne hat, der fühlt sich nicht mehr wohl in seiner Haut. Denn die Pickel im Gesicht und auf dem Rücken machen den Blick in den Spiegel zur Qual. Doch die Akne ist keinesfalls nur ein Problem von Heranwachsenden. Hormonelle Umstellungen in der Schwangerschaft, der monatlichen Regelblutung oder auch nach Absetzen der Pille können auch bei Erwachsenen zu Akne führen. Grund für die Akne ist eine übermäßige Fettproduktion der Talgdrüsen. Das Fett verstopft die Ausführgänge der Haut, Bakterien siedeln sich an und sorgen für Entzündungsreaktionen und die Entstehung von mit Eiter gefüllten Hautbläschen.

Jährlich erkranken etwa 800.000 Menschen an einer Lungenentzündung (Pneumonie). Ursache ist eine Infektion des Lungengewebes und/oder der Lungenbläschen mit Bakterien (Streptokokken, Pneumokokken, Legionellen), Viren (Grippeviren, Windpockenviren), Pilzen (Schimmelpilzen) und Parasiten. Aber auch Fremdkörper und Allergien können Auslöser einer Lungenentzündung sein. Eine Lungenentzündung kann sich in verschiedenen Bereichen der Lunge entwickeln. Eine Lobärpneumonie befällt einen Lungenlappen, die Bronchialpneumonie bildet Entzündungsherde in einem oder beiden Lungenflügeln. Fieber, Schüttelfrost und Atembeschwerden sind die typischen Beschwerden einer Lungenentzündung, sie können mehr oder minder stark ausgeprägt sein. Wird eine Lungenentzündung frühzeitig behandelt, heilt sie innerhalb von zwei bis drei Wochen aus. Schwierige Verläufe bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem können jedoch auch zum Tode führen. Vorsorge zu treffen ist daher gerade bei Risikopatienten (Säuglinge, Senioren und Menschen mit chronischen Grunderkrankungen) wichtig.

Fast jede Frau hat sie und jede Frau hasst sie: die Cellulite (Orangenhaut) an Po und Oberschenkeln. Cellulite ist völlig unabhängig von Figur und Alter. Doch es ist ein Problem, das vielen Frauen auch emotional unter die Haut geht. Weil der nächste Sommer eben ganz bestimmt kommt und der Wunsch nach der perfekten Bikinifigur am Selbstvertrauen nagt. Das lässt viele zu angeblichen Wundermitteln gegen die Dellen greifen. Leider selten mit dem gewünschten Erfolg.

Eine Gastritis ist eine Magenschleimhautentzündung, die als akute Gastritis oder chronische Gastritis auftreten kann. Die akute Gastritis kann durch Medikamente, Alkohol und bakterielle Gifte ausgelöst werden. Erste Anzeichen sind Krämpfe im Oberbauch und Sodbrennen kurz nach dem Essen. Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen kommen hinzu. Bei der chronischen Gastritis wird die Magenschleimhaut immer mehr angegriffen. Sie ist im Verlauf der Erkrankung nur noch begrenzt in der Lage, die für die Verdauung notwendige Magensäure zu produzieren. Als Ursachen der chronischen Gastritis kommen infrage: die Bildung von Antikörpern gegen die eigene Magenschleimhaut (Gastritis Typ A), die Besiedelung mit Erregern wie Heliobacter pylori (Gastritis Typ B), die Reaktion auf Medikamente und der Rückfluss von Gallenflüssigkeit in den Magen (Gastritis Typ C).

Es ist klein und furchtbar gemein. Bei einer Infektion mit dem hochansteckenden Norovirus kommt es zu Übelkeit, urplötzlich auftretendem und nicht enden wollendem Erbrechen, starken Bauchkrämpfen und wässrigen Durchfällen. Das Norovirus gehört zu den häufigsten Erregern infektiöser Magen-Darm-Erkrankungen. Gerade im Winter häufen sich die Ansteckungen, die immer dort auftreten, wo viele Menschen zusammenkommen.