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NexoBrid: Beipackzettel

Verschreibungspflichtig: Ja

Wirkstoff:

2 g Bromelain

Darreichungsform: Gel

Packungsgrößen (PZN)

2 G

(10815157)

außer Vertrieb

5 G

(10815163)

Leider keine Abbildung vorhanden

Art und Weise von NexoBrid

  • Das Arzneimittel ist ausschließlich für die Anwendung durch spezialisiertes Personal in Verbrennungskliniken bestimmt. Es wird direkt vor der Anwendung zubereitet und von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal aufgetragen.
  • 2 g Pulver in 20 g Gel werden auf Brandwunden einer Fläche von 100 cm2 aufgetragen.
  • Das Gel soll 4 Stunden auf der Wunde verbleiben und dann entfernt werden. Eine zweite und nachfolgende Anwendungen werden nicht empfohlen.
  • Das Arzneimittel soll auf nicht mehr als 15% (ein Achtel) der Gesamtkörperoberfläche aufgetragen werden
  • Hinweise zur Herstellung des Gels sind in der Gebrauchsinformation in dem für Ärzte und medizinisches Fachpersonal bestimmten Abschnitt aufgeführt.
  • Das Pulver wird vor dem Auftragen auf eine Verbrennungswunde in ein Gel gemischt. Es soll innerhalb von 15 Minuten nach dem Einmischen in das Gel aufgetragen werden.
    • Das Arzneimittel wird auf eine saubere und feuchte Wunde aufgetragen, die frei von Blasen ist.
    • Andere Arzneimittel (wie Sulfadiazin-Silber oder Povidon-Iod) werden von der Wunde entfernt, bevor das Arzneimittel aufgetragen wird.
    • Vor der Anwendung des Arzneimittels wird für 2 Stunden eine in antibakterieller Lösung getränkte Wundkompresse aufgelegt.
    • Sie werden spätestens 15 Minuten vor der Anwendung und vor der Entfernung des Arzneimittels angemessene Arzneimittel zur Vorbeugung und Linderung von Schmerzen erhalten.
    • Nachdem das Arzneimittel gemeinsam mit dem abgestorbenen Gewebe von der Wunde entfernt wurde, wird für weitere 2 Stunden eine in antibakterieller Lösung getränkte Wundkompresse aufgelegt.
    • Die Durchstechflasche mit dem Pulver, die Gel-Flasche und das zubereitete Gel dürfen jeweils nur für ein und denselben Patienten verwendet werden.

Dosierung von NexoBrid

  • Das Arzneimittel ist ausschließlich für die Anwendung durch spezialisiertes Personal in Verbrennungskliniken bestimmt. Es wird direkt vor der Anwendung zubereitet und von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal aufgetragen.
  • 2 g Pulver gemischt in 20 g Gel werden 1,5 bis 3 Millimeter dick auf Brandwunden mit einer Fläche von 1% der Körperoberfläche eines Erwachsenen aufgetragen.
  • Das Gel soll 4 Stunden auf der Wunde verbleiben und dann entfernt werden. Eine zweite und nachfolgende Anwendungen werden nicht empfohlen.
    • Das Arzneimittel soll auf nicht mehr als 15% (ein Achtel) der Gesamtkörperoberfläche aufgetragen werden

 

  • Wenn zu viel Gel aufgetragen wurde
    • Wenn zu viel Gel auf eine Verbrennungswunde aufgetragen wurde, kann das überschüssige Gel abgewischt werden.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Indikation von NexoBrid

  • Das Arzneimittel enthält eine Mischung aus Enzymen, die als „Konzentrat proteolytischer Enzyme angereichert aus Bromelain" bezeichnet werden und aus einem Extrakt aus dem Stamm der Ananaspflanze gewonnen wurden.
  • Wofür wird das Arzneimittel angewendet
    • Das Arzneimittel wird angewendet, um bei erwachsenen Patienten verbranntes Gewebe (Verbrennungsschorf) von tiefen (Grad IIb) bzw. sehr tiefen (Grad III) Verbrennungswunden der Haut zu entfernen.
    • Die Anwendung des Arzneimittels kann bewirken, dass eine chirurgische Entfernung des Verbrennungsschorfs oder eine Hauttransplantation seltener/auf kleinerer Fläche erforderlich ist.

Kontraindikation von NexoBrid

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Bromelain sind.
    • wenn Sie allergisch gegen Ananas sind.
    • wenn Sie allergisch gegen Papain sind.
    • wenn Sie allergisch gegen einen der sonstigen Bestandteile des Pulvers oder Gels sind.

Nebenwirkungen von NexoBrid

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Es können allergische Reaktionen auf das Arzneimittel auftreten, die zum Beispiel Atemprobleme, Hautschwellungen, Nesselsucht, Hautrötungen, geringen Blutdruck, schnellen Herzschlag und Übelkeit/Erbrechen/Magenkrämpfe oder eine Kombination aus diesen Beschwerden hervorrufen können. Bitte informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Pflegekraft, wenn Sie derartige Symptome oder Anzeichen feststellen.
  • Sehr häufige Nebenwirkungen (können mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen)
    • Fieber.
  • Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 Behandelten von 10 betreffen)
    • Schmerzen (auch wenn Schmerzmittel verabreicht wurden, die den Schmerzen, die durch die Entfernung von verbranntem Gewebe verursacht werden, vorbeugen oder diese lindern sollen)
    • Infektion der Verbrennungswunde
    • Wundkomplikationen wie: Öffnung und Austrocknung der Wunden sowie Absterben bzw. mangelndes Angehen von Hauttransplantaten, sowie nicht schwerwiegende allergische Reaktionen wie Hautausschlag
    • Schneller Herzschlag
  • Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
    • Schwerwiegende allergische Reaktionen wie Anaphylaxie
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweis für NexoBrid

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie in den folgenden Fällen mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor das Arzneimittel angewendet wird:
      • wenn Sie eine Herzerkrankung haben;
      • wenn Sie Diabetes haben;
      • wenn Sie ein Magengeschwür haben;
      • wenn Sie eine Gefäßerkrankung haben (mit Gefäßverschluss);
      • wenn Sie Implantate, einen Herzschrittmacher oder einen Gefäßshunt haben;
      • wenn Sie Probleme mit Blutungen haben oder wenn Sie Blutverdünner einnehmen;
      • wenn Ihre Wunde(n) mit Chemikalien oder anderen gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen ist/sind;
      • wenn Sie eine Lungenerkrankung haben;
      • wenn Ihre Lunge durch Einatmung von Rauch geschädigt wurde oder möglicherweise geschädigt wurde;
      • wenn Sie allergisch gegen Latex, Bienenstiche oder Olivenbaumpollen sind. In diesem Fall können Sie auch allergische Reaktionen auf das Arzneimittel haben.
    • Allergische Reaktionen können zum Beispiel Atembeschwerden, Hautschwellungen, Nesselsucht, andere Hautreaktionen, Hautrötungen, geringen Blutdruck, schnellen Herzschlag, Beschwerden im Bauchraum oder eine Kombination der genannten Beschwerden verursachen. Bitte informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Pflegekraft, wenn Sie derartige Anzeichen oder Symptome feststellen. Allergische Reaktionen können schwerwiegend sein und eine ärztliche Behandlung erforderlich machen.
    • Wenn das Arzneimittel in Kontakt mit der Haut kommt, sollte es mit Wasser abgespült werden. Dadurch wird das Risiko verringert, dass Sie eine allergische Reaktion gegen das Arzneimittel ausbilden.
    • Die Anwendung des Arzneimittels zur Entfernung von verbranntem Gewebe kann Fieber, eine Entzündung oder Infektion der Wunde und möglicherweise eine Allgemeininfektion nach sich ziehen. Man wird Sie regelmäßig daraufhin untersuchen. Möglicherweise wird man Ihnen Arzneimittel zur Vorbeugung oder Behandlung von Infektionen verabreichen.
    • Das Arzneimittel kann zur Folge haben, dass Ihr Blut weniger gut gerinnt, wodurch sich das Blutungsrisiko erhöht. Das Arzneimittel muss mit Vorsicht angewendet werden, wenn Sie mit Arzneimitteln behandelt werden, die die Fähigkeit Ihres Blutes zur Bildung von Blutgerinnseln verringern (so genannte Blutverdünner), oder wenn Sie eine allgemeine Blutungsneigung, ein Magengeschwür, eine Blutvergiftung oder eine andere Erkrankung haben, die bei Ihnen zu einer Blutung führen könnte. Nach der Behandlung mit dem Arzneimittel wird Ihr Arzt gegebenenfalls Ihre Gerinnungswerte im Blut kontrollieren.
    • Der direkte Kontakt des Arzneimittels mit den Augen ist zu vermeiden. Sollte das Arzneimittel in die Augen gelangen, müssen die Augen mindestens 15 Minuten lang mit viel Wasser gespült werden.
    • Um Wundheilungsproblemen vorzubeugen, wird die Verbrennungswunde sobald wie möglich vorübergehend oder dauerhaft durch einen Hautersatz oder Verband abgedeckt.
    • Das Arzneimittel sollte nicht auf chemischen Brandwunden, elektrischen Verbrennungen, Verbrennungen an den Füßen von Diabetikern, bei Patienten mit Verschlusskrankheiten der Gefäße oder auf verunreinigten Wunden angewendet werden. Darüber hinaus sollte das Arzneimittel nicht auf Wunden angewendet werden, in denen es in Kontakt mit körperfremden Materialien (zum Beispiel Implantate, Herzschrittmacher und Gefäßshunts) oder mit großen Blutgefäßen, den Augen oder anderen wichtigen Körperstrukturen kommen könnte.
  • Kinder und Jugendliche
    • Das Arzneimittel ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bestimmt.

Schwangerschaftshinweis für NexoBrid

  • Die Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.
  • Als Vorsichtsmaßnahme sollen Sie nach Anwendung des Arzneimittels mindestens 4 Tage lang nicht stillen.
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.

Wechselwirkungen von NexoBrid

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
    • Wenn Ihr Arzt Ihnen weitere Arzneimittel verordnet, die die Blutgerinnung beeinflussen, wird er vorsichtig sein und sorgfältig darauf achten, ob es bei Ihnen Hinweise auf eine Störung der Blutgerinnung oder auf Blutungen gibt. Das ist wichtig, weil das Präparat die Blutgerinnung beeinträchtigen kann.
    • Das Arzneimittel kann:
      • die Wirkung bestimmter Arzneimittel verstärken, die über Enzyme in der Leber inaktiviert werden, die CYP2C8 und CYP2C9 genannt werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Arzneimittel von der Brandwunde in den Blutkreislauf resorbiert werden kann. Zu diesen Arzneimitteln gehören zum Beispiel:
        • Amiodaron (zur Behandlung bestimmter Formen von unregelmäßigem Herzschlag),
        • Amodiaquin und Chloroquin (zur Behandlung von Malaria und bestimmten Entzündungsformen),
        • Fluvastatin (gegen hohe Cholesterin-Werte),
        • Pioglitazon, Rosiglitazon, Repaglinid, Tolbutamid und Glipizid (zur Behandlung des Diabetes mellitus),
        • Paclitaxel und Sorafenib (zur Behandlung von Krebs) und
        • Torasemid (für einen verbesserten Harnfluss),
        • Ibuprofen (zur Behandlung von Fieber, Schmerzen und bestimmten Entzündungsformen),
        • Losartan (zur Behandlung von Bluthochdruck),
        • Celecoxib (zur Behandlung bestimmter Entzündungsformen),
        • Warfarin (zur Hemmung der Blutgerinnung) und
        • Phenytoin (zur Behandlung der Epilepsie).
      • Ihre Reaktion auf die Krebsmedikamente Fluorouracil und Vincristin verstärken.
      • einen unerwünschten Blutdruckabfall verursachen, wenn Sie ACE-Hemmer genannte Arzneimittel erhalten, die bei Bluthochdruck und anderen Erkrankungen angewendet werden.
      • Benommenheit/Schläfrigkeit verstärken, wenn es gleichzeitig mit Alkohol oder Arzneimitteln angewendet wird, die Benommenheit verursachen. Zu diesen Arzneimitteln gehören beispielsweise Schlafmittel, sogenannte Tranquilizer, einige Schmerzmittel und Antidpressiva.
    • Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie eines der genannten Arzneimittel einnehmen, fragen Sie bitte Ihren Arzt, bevor das Arzneimittel angwendet wird.

Hersteller

MediWound Germany GmbH

Deutschland

Rüsselsheim

https://www.mediwound.com

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