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Morphin-HCl Krewel 200 mg Retardtabletten: Beipackzettel

Verschreibungspflichtig: Ja

Wirkstoff:

200 mg Morphin hydrochlorid 3-Wasser

Darreichungsform: Retard-Tabletten

Packungsgrößen (PZN)

50 ST

(19857358)

100 ST

(19857476)

Teilbar: Ja, Nicht teilbar

Leider keine Abbildung vorhanden

Art und Weise von Morphin-HCl Krewel 200 mg Retardtabletten

  • Nehmen Sie die Tabletten im Ganzen und unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) ein.
  • Beim Zerteilen, Zerstoßen oder Auflösen der Tabletten wird das Retardsystem beschädigt. Dies kann zu schweren Nebenwirkungen bis hin zu einer tödlichen Dosis Morphin führen.

Dosierung von Morphin-HCl Krewel 200 mg Retardtabletten

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Ihr Arzt wird vor Beginn der Behandlung und regelmäßig während der Behandlung mit Ihnen besprechen, was Sie von der Anwendung mit dem Präparat erwarten können, wann und wie lange Sie es anwenden müssen, wann Sie Ihren Arzt kontaktieren sollten und wann Sie das Arzneimittel absetzen müssen (siehe auch Gebrauchsanweisung).
  • Dosierung
    • Die Dosierung hängt von der Schmerzintensität, Ihrem Alter und Ihrer medizinischen Vorgeschichte ab. Ihr Arzt wird die Dosierung entsprechend Ihrer Bedürfnisse anpassen.
    • Die richtige Dosis wird Ihre Schmerzen für 12 Stunden lindern, mit geringen oder ohne Nebenwirkungen.
    • Die Behandlungsdauer wird von Ihrem Arzt festgelegt.
    • Zur optimalen Dosierung ist das Arzneimittel in verschiedenen Stärken erhältlich.
    • Ändern Sie nicht eigenmächtig die verschriebene Dosis. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
    • Kinder
      • Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
      • Das Arzneimittel darf nicht an Kinder unter 1 Jahr verabreicht werden.
    • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
      • Die übliche Anfangsdosis beträgt
        • 2-mal täglich (morgens und abends) jeweils 10 - 30 mg Morphinhydrochlorid 3 H2O. Bitte halten Sie den Einnahmeplan streng ein (Einnahme im Abstand von 12 Stunden).
      • Falls die Schmerzintensität zunimmt oder sich eine Toleranz gegen die Morphindosis entwickelt (d.h. die Wirkung lässt nach), wird Ihr Arzt die Dosis erhöhen.
    • 60/-100/-200 mg Retardtabletten sind nicht für die Anfangsphase der Behandlung geeignet.
    • Ältere Patienten und Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
      • Ihr Arzt wird Ihnen eine niedrigere Anfangsdosis verordnen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Die Hauptgefahr bei einer Überdosierung ist eine Atemdepression (Dämpfung der Atemtätigkeit).
    • Bei Personen, die eine Überdosis eingenommen haben, kann eine Lungenentzündung durch das Einatmen von Erbrochenem oder Fremdkörpern auftreten; Symptome können Atemnot, Husten und Fieber sein.
    • Wenden Sie sich sofort an einen Arzt, wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben. Bei einer Überdosierung können folgende Symptome auftreten: Pupillenverengung, flache Atmung und möglicherweise Atemstillstand, Blutdruckabfall, Kreislaufstörungen, Schock und Bewusstlosigkeit.
    • Bei Personen, die eine Überdosis eingenommen haben, können außerdem Atembeschwerden auftreten, die zu Bewusstlosigkeit oder sogar zum Tod führen.
    • Wenden Sie sich sofort an einen Arzt, wenn Sie vermuten, dass ein Kind versehentlich das Arzneimittel geschluckt haben könnte - warten Sie nicht ab, bis Sie erste Symptome bemerken.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie Ihre übliche Dosis ein, sobald Sie bemerken, dass Sie die Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie dann die nächste Dosis nach 12 Stunden ein.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Beenden Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenn Sie die Behandlung mit dem Präparat beenden möchten, fragen Sie Ihren Arzt, wie Sie die Dosis langsam verringern können, damit Sie Entzugserscheinungen vermeiden können. Entzugserscheinungen können Körperschmerzen, Zittern, Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, grippeähnliche
      Symptome, schneller Herzschlag und große Pupillen sein. Psychische Symptome sind ein ausgeprägtes Gefühl der Unzufriedenheit, Angst und Reizbarkeit.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Indikation von Morphin-HCl Krewel 200 mg Retardtabletten

  • Das Arzneimittel ist ein sehr stark wirkendes Analgetikum (Schmerzmittel). Es wird angewendet zur langfristigen Linderung starker und stärkster Schmerzen, die mit anderen Schmerzmitteln nicht ausreichend gelindert werden können. Es soll nicht zur Behandlung leichter Schmerzen angewendet werden.
  • Das Präparat setzt den Wirkstoff gleichmäßig über einen langen Zeitraum frei. Dadurch hält die schmerzlindernde Wirkung länger an, so dass es ausreicht, die Retardtabletten alle 12 Stunden einzunehmen.

Kontraindikation von Morphin-HCl Krewel 200 mg Retardtabletten

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie allergisch gegen Morphinhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • wenn Sie an einer Atemwegserkrankung leiden oder aus anderen Gründen Atembeschwerden haben
    • wenn die Schleimsekretion in Ihren Atemwegen gestört ist
    • wenn Sie ein Krampfleiden (Epilepsie) oder eine Kopfverletzung haben
    • wenn Sie einen Darmverschluss haben
    • wenn plötzlich Beschwerden im Bauchraum auftreten oder Sie unter Verdauungsstörungen (verzögerte Magenentleerung) leiden
    • wenn Sie eine Lebererkrankung haben
    • wenn Sie vor kurzem Alkohol getrunken oder Schlafmittel eingenommen haben.
    • Das Arzneimittel darf nicht an Kinder unter 1 Jahr verabreicht werden.

Nebenwirkungen von Morphin-HCl Krewel 200 mg Retardtabletten

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Brechen Sie die Anwendung mit dem Arzneimittel ab und begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung, wenn Sie eines der folgenden Symptome bei sich bemerken:
    • schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung, großflächig schuppiger Haut, eitergefüllten Stellen zusammen mit Fieber. Dies könnte eine Erkrankung sein, die als akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) bezeichnet wird.
    • schwere allergische Reaktion, die Atemnot oder Schwindel verursacht.
  • Es können die folgenden Nebenwirkungen auftreten:
    • Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
      • Übelkeit,
      • Verstopfung.
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
      • Verwirrtheit,
      • Schlafstörungen,
      • Schwindelgefühl,
      • Benommenheit,
      • Schläfrigkeit,
      • Schwächezustände, Ermüdung, Unwohlsein,
      • unwillkürliches Muskelzucken,
      • Kopfschmerzen,
      • Gesichtsrötung,
      • Bauchschmerzen,
      • Appetitlosigkeit,
      • Mundtrockenheit,
      • Erbrechen.
      • Informieren Sie bitte Ihren Arzt, falls bei Ihnen Übelkeit, Erbrechen und/oder Verstopfung auftreten. Er wird Ihnen ein geeignetes Arzneimittel dagegen verschreiben.
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
      • Überempfindlichkeit,
      • Erregtheit,
      • gehobene Stimmung,
      • Krampfanfälle,
      • Missempfindungen,
      • Synkope,
      • erhöhte Muskelspannung,
      • Herzklopfen (Palpitationen),
      • Stimmungsschwankungen.
      • Eine Überdosierung kann zu Atemdepression führen.
      • Krämpfe in den Atemwegen/Atemnot, Atemstörungen,
      • Störungen bei der Blasenentleerung, Krämpfe der Harnwege,
      • Gallenkoliken,
      • Halluzinationen,
      • Schwindel,
      • Sehstörungen,
      • Verschwommen- oder Doppeltsehen, unwillkürliche Augenbewegungen,
      • beschleunigte oder verlangsamte Herztätigkeit,
      • Anstieg oder Abfall des Blutdrucks,
      • Flüssigkeitsansammlung in der Lunge,
      • Darmverschluss,
      • Geschmacksstörungen,
      • Verdauungsstörungen,
      • Koliken,
      • erhöhte Leberwerte,
      • Nesselausschlag (Urtikaria), Juckreiz,
      • Flüssigkeitsansammlung in den Geweben (Ödeme),
      • allgemeine Schwäche bis zu Ohnmachtsanfällen.
    • Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
      • Asthmaanfälle bei entsprechend veranlagten Patienten,
      • Schlaflosigkeit,
      • Erhöhung der (Labor)werte der Bauchspeicheldrüse,
      • Symptome im Zusammenhang mit einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) und des Gallengangsystems, wie starke Schmerzen im Oberbauch, die möglicherweise in den Rücken ausstrahlen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber,
      • Nierenkoliken.
    • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
      • Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH; Symptome: Übelkeit, Unwohlsein, Kopfschmerzen, Erschöpfung und in schwerwiegenden Fällen bis hin zu Krampfanfällen und Koma),
      • Zittern,
      • Hautausschlag,
      • Schüttelfrost.
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
      • anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen,
      • Denkstörungen,
      • Missstimmung,
      • Impotenz, vermindertes sexuelles Verlangen, Ausbleiben der Regelblutung,
      • Toleranzentwicklung,
      • Entzugssymptome oder Abhängigkeit,
      • gesteigerte Schmerzempfindlichkeit,
      • Schwitzen,
      • Verengung der Pupillen,
      • Arzneimittelentzugssyndrom bei Neugeborenen,
      • Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs).
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweis für Morphin-HCl Krewel 200 mg Retardtabletten

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
    • Das Arzneimittel darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden:
      • wenn Sie an einer eingeschränkten Atemfunktion leiden,
      • wenn Sie an einer eingeschränkten Leber- und/oder Nierenfunktion leiden,
      • wenn Sie an Herzproblemen leiden,
      • wenn Sie gleichzeitig sogenannte MAO-Hemmstoffe (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung depressiver Erkrankungen) einnehmen oder weniger als 2 Wochen zuvor eingenommen haben
      • wenn bei Ihnen eine Abhängigkeit von Opiaten besteht oder früher einmal bestanden hat
      • wenn Sie an erhöhtem Hirndruck oder niedrigem Blutdruck leiden
      • wenn Sie an Bewusstseinsstörungen leiden
      • wenn Sie an einer Erkrankung der Gallenwege leiden oder Gallenkoliken oder Koliken der Harnwege haben
      • wenn Sie eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) oder eine entzündliche Darmerkrankung oder Darmverengung haben
      • wenn Ihre Vorsteherdrüse (Prostata) vergrößert ist
      • wenn bei Ihnen eine Funktionseinschränkung der Nebennierenrinde besteht (z. B. Morbus Addison),
      • wenn Sie unter einem Phäochromozytom (Tumor der Nebenniere) leiden,
      • wenn Sie ein älterer Patient sind.
    • Wenn Sie sich einer Operation unterziehen müssen, teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie dieses Präparat einnehmen.
    • Gewöhnung, Abhängigkeit und Sucht
      • Dieses Arzneimittel enthält Morphin und ist ein Opioid-Arzneimittel. Die wiederholte Anwendung von Opioiden kann dazu führen, dass das Arzneimittel weniger wirksam wird (Sie gewöhnen sich daran, was als Toleranz bezeichnet wird). Die wiederholte Anwendung des Arzneimittels kann auch zu Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen, was zu einer lebensbedrohlichen Überdosierung führen kann. Das Risiko für diese Nebenwirkungen kann mit einer höheren Dosis und einer längeren Anwendungsdauer steigen.
      • Bei einer Abhängigkeit oder Sucht haben Sie möglicherweise das Gefühl, dass Sie nicht mehr kontrollieren können, wie viel Arzneimittel Sie einnehmen müssen oder wie oft Sie es einnehmen müssen.
      • Das Risiko, abhängig oder süchtig zu werden, ist von Person zu Person unterschiedlich. Sie haben eventuell ein größeres Risiko, von diesem Präparat abhängig oder danach süchtig zu werden, wenn:
        • Sie oder ein Familienmitglied jemals Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren („Sucht").
        • Sie Raucher sind.
        • Sie jemals psychische Probleme (Depression, Angststörung oder eine Persönlichkeitsstörung) hatten oder wegen einer anderen psychischen Erkrankungen von einem Psychiater behandelt wurden.
      • Wenn Sie während der Anwendung eines der folgenden Anzeichen bemerken, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Sie abhängig oder süchtig geworden sind:
        • Sie müssen das Arzneimittel länger anwenden, als von Ihrem Arzt empfohlen.
        • Sie müssen mehr als die empfohlene Dosis anwenden.
        • Sie wenden dieses Arzneimittel aus anderen Gründen an, als den Gründen, wegen denen es Ihnen verschrieben wurde, z.B., „um ruhig zu bleiben" oder „um zu schlafen".
        • Sie haben mehrere erfolglose Versuche unternommen, das Arzneimittels abzusetzen oder die Anwendung des Arzneimittels zu kontrollieren.
        • Wenn Sie das Arzneimittels nicht anwenden, fühlen Sie sich unwohl und Sie fühlen sich besser, wenn Sie das Arzneimittel wieder einnehmen („Entzugserscheinungen").
      • Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, um den für Sie besten Behandlungsweg zu besprechen, einschließlich der Frage, wann es am besten ist, das Arzneimittel abzusetzen und wie es sicher abgesetzt werden kann (siehe Gebrauchsanweisung).
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn während der Einnahme von dem Arzneimittel folgende Symptome bei Ihnen auftreten:
        • erhöhte Schmerzempfindlichkeit trotz der Tatsache, dass Sie höhere Dosen einnehmen (Hyperalgesie). Ihr Arzt wird entscheiden, ob Ihre Dosis geändert oder das starke Analgetikum („Schmerzmittel") umgestellt werden muss.
        • Schwäche, Erschöpfung, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder niedriger Blutdruck. Dies kann ein Symptom einer zu geringen Produktion des Hormons Kortisol in den Nebennieren sein, und möglicherweise müssen Sie ein Hormonergänzungsmittel einnehmen.
        • Vermindertes sexuelles Verlangen, Erektionsstörungen, Ausbleiben der monatlichen Regelblutung. Dies kann auf eine verminderte Produktion von Sexualhormonen zurückzuführen sein.
      • Bei der Behandlung mit Morphin wurde über akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) berichtet. Symptome treten üblicherweise innerhalb der ersten 10 Behandlungstage auf. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen nach der Einnahme des Arzneimittels oder anderen Opioiden ein schwerer Hautausschlag aufgetreten ist, die Haut sich abgelöst hat, sich Blasen gebildet und/oder sich wunde Stellen im Mund entwickelt haben. Beenden Sie die Anwendung des Präparats und gehen Sie sofort zu einem Arzt, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken: Blasenbildung, großflächig schuppige Haut oder eitergefüllte Stellen zusammen mit Fieber.
      • Schlafbezogene Atemstörungen
        • Das Arzneimittel kann schlafbezogene Atemstörungen wie Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs) und schlafbezogene Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt des Blutes) verursachen. Zu den Symptomen können Atemaussetzer während des Schlafs, nächtliches Erwachen wegen Kurzatmigkeit, Durchschlafstörungen oder übermäßige Schläfrigkeit während des Tages gehören. Wenn Sie selbst oder eine andere Person diese Symptome beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Ihr Arzt wird eine Verringerung der Dosis in Betracht ziehen.
      • Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn bei Ihnen starke Schmerzen im Oberbauch, die möglicherweise in den Rücken ausstrahlen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber auftreten, da dies Symptome sein könnten, die mit einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) und des Gallengangsystems in Verbindung stehen
    • Bei Verdacht auf Darmverschluss (paralytischer Ileus) bzw. bei dessen Auftreten muss das Präparat sofort abgesetzt werden.
    • Die Einnahme von Alkohol während der Behandlung mit dem Arzneimittel kann zu verstärkter Schläfrigkeit führen oder das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen erhöhen, wie flache Atmung mit dem Risiko eines Atemstillstands und Bewusstseinsverlust. Es wird empfohlen, während der Einnahme des Präparats keinen Alkohol zu trinken.
    • Bei missbräuchlicher Anwendung von Morphin oder wenn Sie es für längere Zeit einnehmen, kann sich eine Abhängigkeit entwickeln.
    • Wenn eine Morphinbehandlung plötzlich beendet wird, können Entzugserscheinungen auftreten.
    • Ihr Arzt wird Ihnen eine niedrigere Dosis verordnen:
      • wenn Sie älter als 65 Jahre sind
      • wenn Ihre Schilddrüse nicht richtig arbeitet (Schilddrüsenunterfunktion) oder
      • wenn Sie unter stark eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion leiden.
    • Wenn Sie ein Mann im zeugungsfähigen Alter bzw. eine Frau im gebärfähigen Alter sind, dürfen Sie das Arzneimittel nur dann einnehmen, wenn eine wirksame Verhütung sichergestellt ist.
    • Die Retardtabletten dürfen nicht aufgelöst und injiziert werden. Ihre Bestandteile können sonst ggf. zu örtlichen Gewebeschäden und Gewebeveränderungen (Granulomen) in der Lunge führen.
    • Die Einnahme von Alkohol während der Behandlung kann zu verstärkter Schläfrigkeit führen oder das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen erhöhen, wie flache Atmung mit dem Risiko eines Atemstillstands und Bewusstseinsverlust. Es wird empfohlen, während der Einnahme von keinen Alkohol zu trinken.
    • Eine missbräuchliche Anwendung kann auch zu anderen Nebenwirkungen mit möglicherweise tödlichem Ausgang führen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Dieses Arzneimittel kann Ihr Reaktionsvermögen und Ihre Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Besprechen Sie daher mit Ihrem Arzt, ob Sie in der Lage sind, aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen oder Maschinen zu bedienen.

 

  • Die Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung des Präparates als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Schwangerschaftshinweis für Morphin-HCl Krewel 200 mg Retardtabletten

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Nehmen Sie das Arzneimittel nicht während der Schwangerschaft ein.
    • Wird das Arzneimittel über einen längeren Zeitraum während der Schwangerschaft angewendet, besteht das Risiko, dass beim Neugeborenen Entzugssymptome (Abstinenzsymptome) auftreten, die durch einen Arzt behandelt werden sollten.
    • Wegen der Gefahr einer Atemdepression beim Neugeborenen wird die Anwendung als Schmerzmittel während der Geburt nicht empfohlen.
    • Bei Neugeborenen, deren Mütter während der Schwangerschaft mit dem Arzneimittel behandelt wurden, kann es zu Entzugserscheinungen kommen.
  • Stillzeit
    • Die Anwendung während der Stillzeit wird nicht empfohlen, da der Wirkstoff Morphin in die Muttermilch übergeht.

Wechselwirkungen von Morphin-HCl Krewel 200 mg Retardtabletten

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
    • Dies ist besonders wichtig, wenn Sie Rifampicin, z.B. zur Behandlung von Tuberkulose, einnehmen.
    • Bei gleichzeitiger Anwendung von Morphinhydrochlorid 3 H2O und anderen Arzneimitteln kann die Wirksamkeit gegenseitig verstärkt oder abgeschwächt werden.
    • Vermeiden Sie die gleichzeitige Behandlung des Arzneimittels zusammen mit MAOIs, wie z.B. Selegilin und Rasagilin (zur Behandlung der ParkinsonKrankheit) und Moclobemid (zur Behandlung von depressiven Erkrankungen). Wenn Sie mit MAOIs behandelt wurden, müssen zwei Wochen vergehen, bis die Behandlung mit diesem Arzneimittel beginnen kann.
    • Bei einer großen Anzahl von Arzneimitteln kann es zu Wechselwirkungen mit Morphin kommen, wodurch deren Wirkungen erheblich verändert werden können. Zu diesen Arzneimitteln gehören:
      • Narkosemittel (bei zahnärztlichen Eingriffen und in der Allgemeinchirurgie),
      • Schlaf- und Beruhigungsmittel,
      • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung seelischer Erkrankungen (z. B. gegen depressive Erkrankungen oder Psychosen),
      • muskelentspannende Arzneimittel,
      • blutdrucksendende Arzneimittel,
      • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen,
      • bestimmte Allergiemittel,
      • andere starke Schmerzmittel (Opioide),
      • Gabapentin oder Pregabalin zur Behandlung von Epilepsie und Schmerzen aufgrund von Nervenproblemen (neuropathische Schmerzen),
      • Alkohol.
    • Die gleichzeitige Anwendung des Arzneimittels und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln (z. B. Schlafmittel, Beruhigungsmittel oder bestimmte Arzneimittel zur Behandlung seelischer Erkrankungen) erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund müssen Sie mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie das Arzneimittel zusammen mit Beruhigungsmitteln einnehmen. Die gleichzeitige Anwendung sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt.
    • Wenn Ihr Arzt Ihnen jedoch das Präparat zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollten die Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen, und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte darüber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.
    • Die Wirkung einiger Arzneimittel zur Behandlung von Blutgerinnseln (z.B. Clopidogrel, Prasugrel, Ticagrelor) können bei gleichzeitiger Einnahme mit Opium verzögert und vermindert sein.
    • Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Morphinhydrochlorid 3 H2O beeinflussen:
      • bestimmte Arzneimittel gegen Sodbrennen (Antazida). Nach Einnahme eines solchen Arzneimittels sollte daher eine Wartezeit von mindestens 2 Stunden eingehalten werden, bevor Morphinhydrochlorid 3 H2O eingenommen wird,
      • Cimetidin (Arzneimittel zur Hemmung der Magensäuresekretion),
      • Monoaminoxidase(MAO)-Hemmstoffe (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung depressiver Erkrankungen),
      • Rifampicin (zur Behandlung der Tuberkulose),
      • Clomipramin und Amitriptylin (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung depressiver Erkrankungen),
      • Anticholinergika (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung unterschiedlicher Krankheiten, unter anderem chronisch obstruktiver Lungenerkrankung [COPD], Blasenerkrankungen, Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und Parkinson-Erkrankung).
    • Das Arzneimittel darf nicht mit anderen morphinähnlichen Schmerzmitteln (z. B. Buprenorphin, Nalbuphin, Pentazocin) kombiniert werden.
  • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
    • Das Arzneimittel kann zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden.
    • Trinken Sie während der Behandlung keinen Alkohol, da dies zu einer Wirkungsverstärkung führen kann. Die Einnahme höherer Dosen von Morphinhydrochlorid 3 H2O zusammen mit Alkohol kann zu Nebenwirkungen mit tödlichem Ausgang führen.

Hersteller

G.L. Pharma GmbH

Österreich

Lannach

https://www.gl-pharma.com

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