Hydromorphon Kalceks 2 mg/ml Injektion-/Inf.Lösung: Beipackzettel
Verschreibungspflichtig: Ja
Wirkstoff:
2 mg Hydromorphon hydrochlorid
Darreichungsform: Injektions-, Infusionslösung
Packungsgrößen (PZN)
5 ML
(19524579)
10 ML
(19524585)
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Art und Weise von Hydromorphon Kalceks 2 mg/ml Injektion-/Inf.Lösung
- Verabreichung
- In der Regel wird ein Arzt oder medizinisches Fachpersonal das Arzneimittel bei Ihnen anwenden.
- Es ist zur Injektion oder Infusion in eine Vene (intravenöse Anwendung = i.v.) oder über eine feine Nadel unter die Haut (subkutane Anwendung = s.c.) bestimmt.
- Weitere Informationen siehe Gebrauchsinformation!
Dosierung von Hydromorphon Kalceks 2 mg/ml Injektion-/Inf.Lösung
- In der Regel wird ein Arzt oder medizinisches Fachpersonal die Injektion für Sie vorbereiten und verabreichen. Ihr Arzt wird entscheiden, wie viel Hydromorphon Sie benötigen, abhängig von
- dem Schweregrad Ihrer Schmerzen;
- der Dosis des Schmerzmittels, das Sie zuvor erhalten haben;
- Ihrem Alter und Gewicht.
- Ihr Arzt wird die Dosis von Hydromorphon schrittweise bis zur Schmerzstillung steigern. Wenn Sie trotz der Behandlung mit Hydromorphon Schmerzen haben, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
- Sie dürfen Hydromorphon 10 mg, 20 mg und 50 mg nicht als Anfangsbehandlung einer Opioid-Therapie anwenden. Diese höheren Stärken dürfen nur in Einzelfällen angewendet werden, wenn Sie auf niedrigere Stärken von Hydromorphon-Zubereitungen (Hydromorphon 2 mg) oder vergleichbar starke Schmerzmittel im Rahmen einer Langzeitschmerztherapie nicht mehr ausreichend ansprechen.
- Die üblichen Anfangsdosen von Hydromorphon sind wie folgt:
- Erwachsene und Jugendliche im Alter von 12 Jahren und älter:
- Als einzelne Injektion in eine Vene (intravenöse Anwendung) beträgt die übliche Dosis 1 bis 1,5 mg und wird langsam über 2 bis 3 Minuten injiziert. Dies kann alle 3 bis 4 Stunden wiederholt werden.
- Als einzelne Injektion mit einer feinen Nadel in das Gewebe unter der Haut (subkutane Anwendung) beträgt die übliche Dosis 1 bis 2 mg. Dies kann alle 3 bis 4 Stunden wiederholt werden.
- Als Infusion in eine Vene (intravenöse Anwendung) oder über eine feine Nadel in das Gewebe unter der Haut (subkutane Anwendung) beträgt die übliche Anfangsdosis 0,15 bis 0,45 mg/Stunde (oder 0,004 mg/kg Körpergewicht/Stunde).
- Bei einer patientenkontrollierten Schmerzstillung (PCA) beträgt die übliche empfohlene Bolus-Dosis 0,2 mg mit einer Unterbrechung von 5 bis 10 Minuten.
- Anwendung bei Kindern (unter 12 Jahren)
- Das Arzneimittel wird für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen.
- Ältere Patienten (über 75 Jahre)
- Bei älteren Patienten kann eine niedrigere Dosis genügen, um eine ausreichende Schmerzlinderung zu erreichen.
- Patienten mit Leber- und Nierenproblemen
- Wenn Sie an Leber- oder Nierenproblemen leiden, benötigen Sie zur Schmerzlinderung möglicherweise eine geringere Dosis Hydromorphon.
- Erwachsene und Jugendliche im Alter von 12 Jahren und älter:
- Dauer der Anwendung
- Das Arzneimittel sollte nur so lange wie notwendig angewendet werden. Ihr Arzt wird entscheiden, wann und wie die Behandlung beendet wird. Wenn Sie eine Langzeitbehandlung erhalten, sollte Ihr Arzt regelmäflig überprüfen, ob Sie dieses Arzneimittel noch benötigen. Beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt (siehe Abschnitt „Wenn Sie die Anwendung abbrechen").
- Wenn Sie eine größere Menge verwendet haben, als Sie sollten
- Benachrichtigen Sie sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus. In schweren Fällen kann eine Überdosierung zu Bewusstlosigkeit oder sogar zum Tod führen. Folgende Beschwerden können nach einer Überdosierung auftreten:
- stecknadelkopfgrofle Pupillen;
- verlangsamter Herzschlag;
- Atemprobleme;
- niedriger Blutdruck;
- Bewusstlosigkeit bis zum Koma;
- Lungenentzündung, die durch Einatmen von Erbrochenem oder Fremdkörpern ausgelöst wird (Symptome können sein: Atemnot, Husten und Fieber).
- Wenn Sie zu viel Hydromorphon angewendet haben, dürfen Sie sich auf keinen Fall in eine Situation bringen, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordert, wie z. B. das Führen eines Fahrzeugs.
- Der Patient könnte eine Notfallbehandlung im Krankenhaus benötigen. Wenn Sie ärztliche Beratung einholen, achten Sie darauf, dass Sie die Packungsbeilage und alle restlichen Ampullen bei sich haben, damit Sie diese dem Arzt zeigen können.
- Benachrichtigen Sie sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus. In schweren Fällen kann eine Überdosierung zu Bewusstlosigkeit oder sogar zum Tod führen. Folgende Beschwerden können nach einer Überdosierung auftreten:
- Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
- Bitte wenden Sie Hydromorphon umgehend an, nachdem Sie bemerkt haben, dass Sie eine Anwendung vergessen haben. Es darf nicht die doppelte Menge angewendet werden.
- Wenn Sie die Anwendung von Hydromorphon vergessen oder eine kleinere Dosis angewendet haben, kann es zu einer nicht zufriedenstellenden und/oder nicht ausreichenden Schmerzlinderung kommen.
- Wenn Sie die Anwendung von abbrechen
- Sie dürfen die Anwendung von Hydromorphon nicht plötzlich abbrechen, es sei denn, Ihr Arzt ordnet dies an.
- Wenn Sie die Behandlung mit Hydromorphon beenden wollen, dann sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt. Wenn Sie plötzlich eine Langzeitbehandlung mit Hydromorphon abbrechen, können Entzugserscheinungen, wie Unruhe, Angstzustände, Nervosität, Schlafstörungen, unwillkürliche Muskelbewegungen, Zittern und Magen-Darm-Beschwerden, auftreten. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie die Behandlung zu beenden ist, in der Regel durch eine schrittweise Verringerung der Dosis, damit keine unerwünschten Wirkungen auftreten.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
Indikation von Hydromorphon Kalceks 2 mg/ml Injektion-/Inf.Lösung
- Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Hydromorphonhydrochlorid, ein starkes Analgetikum (starkes „Schmerzmittel") aus der Gruppe der Opioide.
- Das Arzneimittel wurde Ihnen zur Behandlung von starken Schmerzen verordnet.
- Dieses Arzneimittel ist für die Behandlung von starken Schmerzen bei Erwachsenen und Jugendlichen im Alter von 12 Jahren und älter bestimmt.
Kontraindikation von Hydromorphon Kalceks 2 mg/ml Injektion-/Inf.Lösung
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn Sie
- allergisch gegen Hydromorphon oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
- Probleme mit der Atmung haben (Atemdepression);
- an einer schweren Lungenkrankheit in Zusammenhang mit einer Verengung der Luftwege leiden (schwere chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder schwere COPD);
- Herzprobleme nach einer lang andauernden Lungenkrankheit haben (Cor Pulmonale);
- starke Bauchschmerzen haben;
- eine Lähmung der Darmtätigkeit haben (paralytischer Ileus);
- bestimmte Arzneimittel anwenden, die als Monoaminooxidase-Hemmer bezeichnet werden (wie Tranylcypromin, Phenelzin, Isocarboxazid, Moclobemid und Linezolid), oder Sie diese Arzneimittel in den letzten 2 Wochen angewendet haben.
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn der Patient im Koma liegt.
Nebenwirkungen von Hydromorphon Kalceks 2 mg/ml Injektion-/Inf.Lösung
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Dieses Arzneimittel kann sehr selten allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen) verursachen. Die Häufigkeit von schwerwiegenden allergischen Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen) ist nicht bekannt. Verständigen Sie sofort Ihren Arzt, wenn plötzlich einsetzendes Keuchen, Probleme beim Atmen, Schwellungen der Augenlider, des Gesichts oder der Lippen, Ausschlag oder Juckreiz, auftreten, vorallem, wenn der ganze Körper davon betroffen ist.
- Probleme beim Atmen (Atemdepression) sind die Hauptgefahr bei einer Opioid-Überdosierung. Bei den meisten Patienten kommt es bei der Anwendung von diesem Arzneimittel zur Verstopfung. Durch Erhöhung der Menge an Ballaststoffen (Obst, Gemüse, Vollkornbrot, Teigwaren, Naturreis) und der Flüssigkeit, die Sie zu sich nehmen, kann dieses Problem verringert werden. Aber bei Bedarf kann Ihr Arzt ein Abführmittel verordnen.
- Sie können nach Anwendung von diesem Arzneimittel auch Übelkeit verspüren oder erbrechen; dies sollte sich in der Regel nach einigen Tagen legen; Ihr Arzt kann Ihnen aber auch ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen verordnen, falls diese Nebenwirkungen anhalten.
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Schwindel, ungewöhnliche Müdigkeit
- Verstopfung
- Übelkeit, Erbrechen
- Juckende Haut
- Ungewöhnliches Schwächegefühl
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Verwirrtheit
- Niedriger Blutdruck
- Mundtrockenheit
- Schwitzen
- Hautausschlag
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen, verstärkter Harndrang
- Appetitlosigkeit
- Angstzustände, Schlaflosigkeit
- Halluzinationen
- Bauchschmerzen oder -beschwerden
- Hautreaktionen an der Injektionsstelle
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Unangenehme oder unerträgliche Stimmung, extremes Glücksgefühl
- Kopfschmerzen, Zittern, Muskelkrämpfe, Kribbeln in Händen oder Füßen
- Verengung der Pupillen, Verschwommenes Sehen
- Schneller Herzschlag
- Verdauungsstörungen
- Juckender Hautausschlag
- Vermindertes sexuelles Verlangen, Impotenz
- Arzneimittelgewöhnung
- Entzugserscheinungen wie Unruhe, Angstzustände, Nervosität, Schlafstörungen, ungewöhnliche Überaktivität, Zittern und Magen-Darm-Beschwerden
- Unwohlsein und Ermüdung
- Depressionen, Alpträume
- Kurzatmigkeit
- Durchfall, Geschmacksstörungen
- Kann die Ergebnisse von Bluttests einer Leberuntersuchung beeinträchtigen
- Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)
- Abhängigkeit, Unruhe
- Krampfanfälle, epileptische Anfälle oder Konvulsionen, Sedierung
- Langsamer Herzschlag, unregelmäfliger Herzschlag
- Schwierigkeiten beim Atmen oder pfeifendes Atemgeräusch
- Kann die Ergebnisse von Bluttests einer Bauchspeicheldrüsenuntersuchung beeinträchtigen
- Rötung des Gesichts (Flush)
- Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen)
- Eine Zunahme der Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie)
- Eine Erkrankung, bei der der Dünndarm (Teil des Darms) nicht richtig funktioniert (Lähmung der Darmtätigkeit), Schwellung der Hände, Knöchel oder Füße, Reizung und Verhärtung der Haut an der Injektionsstelle (insbesondere nach wiederholter subkutaner Verabreichung)
- Aggression
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Hitzewallungen
- Entzugssymptome bei Neugeborenen, deren Mütter während der Schwangerschaft Hydromorphon angewendet haben
- Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Patientenhinweis für Hydromorphon Kalceks 2 mg/ml Injektion-/Inf.Lösung
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrem Arzt, wenn Sie
- eine Kopfverletzung haben (wegen des Risikos eines erhöhten Hirndrucks);
- unter Krampfanfällen, epileptischen Anfällen oder Konvulsionen leiden;
- alkoholabhängig sind;
- bereits im Vorfeld nach dem Absetzen von Alkohol oder Drogen unter Entzugserscheinungen wie Unruhe, Angstzustände, Nervosität, Schlafstörungen, ungewöhnliche Überaktivität, Zittern und Magen-Darm-Beschwerden gelitten haben;
- an einer geistigen Störung leiden, die durch eine Intoxikation (Vergiftung) hervorgerufen wurde (Intoxikationspsychose);
- einen niedrigen Blutdruck mit einer geringen Blutmenge im Kreislauf (Hypotonie mit Hypovolämie) haben;
- sich benommen fühlen oder unter Ohnmachtsanfällen leiden;
- Probleme mit der Gallenblase haben;
- eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) haben;
- Darmprobleme haben (z. B. obstruktive oder entzündliche Darmerkrankung);
- Prostataprobleme haben (z. B. Schwierigkeiten beim Wasserlassen);
- eine schwache Funktion der Nebennierenrinde haben (z. B. Addison-Krankheit);
- eine Schilddrüsenunterfunktion haben (Hypothyreose);
- eine chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (z. B. COPD) oder eine eingeschränkte Lungenfunktion haben;
- einen geschwächten Allgemeinzustand haben oder älter oder gebrechlich sind;
- unter schweren Nierenproblemen (einschließlich Harnleiterkolik) leiden;
- unter schweren Leberproblemen leiden;
- selbst oder ein Mitglied Ihrer Familie jemals Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren („Sucht");
- Raucher sind;
- jemals psychische Probleme hatten (Depression, Angststörung oder Persönlichkeitsstörung) oder wegen anderer psychischer Erkrankungen von einem Psychiater behandelt wurden.
- Wenn diese Angaben auf Sie zutreffen oder früher zugetroffen haben, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
- Dieses Präparat ist für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen.
- Das Hauptrisiko einer Opioid-Überdosierung sind Atembeschwerden (Atemdepression).
- Bei plötzlicher Beendigung der Behandlung können Entzugserscheinungen wie Unruhe, Angstzustände, Nervosität, Schlafstörungen, unwillkürliche Muskelzuckungen, Zittern und Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Wenn Sie die Behandlung mit Hydromorphon nicht länger benötigen, wird Ihr Arzt Ihre Tagesdosis schrittweise verringern, um diese Beschwerden zu vermeiden.
- Eine gesteigerte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie), die auf eine weitere Dosiserhöhung von Hydromorphon nicht anspricht, kann sehr selten, insbesondere bei hoher Dosierung, auftreten. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls bei Ihnen während der Behandlung mit Hydromorphon eine Lähmung der Darmtätigkeit (paralytischer Ileus) auftritt. Ihr Arzt wird dann die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.
- Wenn Sie operiert werden müssen, teilen Sie dem Arzt im Krankenhaus mit, dass Sie mit Hydromorphon behandelt werden, da die Injektionsmenge, die Sie erhalten, möglicherweise angepasst werden muss.
- Die Anwendung des Arzneimittels Hydromorphon kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
- Toleranz, Abhängigkeit und Sucht
- Dieses Arzneimittel enthält das Opioid Hydromorphon. Es kann abhängig und/oder süchtig machen.
- Dieses Arzneimittel enthält Hydromorphon und ist ein Opioid-Arzneimittel. Die wiederholte Anwendung von opioidhaltigen Schmerzmitteln kann dazu führen, dass das Arzneimittel weniger wirksam wird. (Sie gewöhnen sich daran, was als Toleranz bezeichnet wird.) Die wiederholte Anwendung von Hydromorphon kann auch zu Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen, was eine lebensbedrohliche Überdosierung zur Folge haben kann. Das Risiko für diese Nebenwirkungen kann mit einer höheren Dosis und einer längeren Anwendungsdauer steigen. Abhängigkeit oder Sucht können dazu führen, dass Sie das Gefühl haben, nicht mehr kontrollieren zu können, wie viel von dem Arzneimittel Sie anwenden oder wie oft Sie es anwenden.
- Das Risiko, abhängig oder süchtig zu werden, ist von Person zu Person unterschiedlich. Sie haben eventuell ein gröfleres Risiko, von Hydromorphon abhängig oder danach süchtig zu werden, wenn:
- Sie oder ein Familienmitglied schon einmal Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren („Sucht");
- Sie Raucher sind;
- Sie schon einmal psychische Probleme hatten (Depression, Angststörung oder eine Persönlichkeitsstörung) oder wegen einer anderen psychischen Erkrankung von einem Psychiater behandelt wurden.
- Wenn Sie während der Anwendung von Hydromorphon eines der folgenden Anzeichen bemerken, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Sie abhängig oder süchtig geworden sind:
- Sie wenden das Arzneimittel länger an, als von Ihrem Arzt empfohlen.
- Sie wenden mehr als die empfohlene Dosis an
- Sie haben möglicherweise das Gefühl, dass Sie Ihr Arzneimittel weiter anwenden müssen, auch wenn es Ihre Schmerzen nicht lindert.
- Sie wenden das Arzneimittel aus anderen Gründen an, als den Gründen, wegen denen es Ihnen verschrieben wurde, zum Beispiel um „ruhig zu bleiben" oder „um zu schlafen".
- Sie haben mehrere erfolglose Versuche unternommen, die Anwendung des Arzneimittels zu beenden oder zu kontrollieren.
- Wenn Sie das Arzneimittel nicht anwenden, fühlen Sie sich unwohl, und es geht Ihnen besser, wenn Sie das Arzneimittel wieder anwenden („Entzugserscheinungen").
- Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, um den besten Behandlungsweg für Sie zu besprechen, einschließlich der Frage, wann es am besten ist, die Anwendung zu beenden und wie Sie die Anwendung sicher beenden können.
- Schlafbezogene Atemstörungen
- Hydromorphon kann schlafbezogene Atemstörungen wie Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs) und schlafbezogene Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt des Blutes) verursachen. Zu den Symptomen können Atemaussetzer während des Schlafs, nächtliches Erwachen wegen Kurzatmigkeit, Durchschlafstörungen oder übermäßige Schläfrigkeit während des Tages gehören. Wenn Sie selbst oder eine andere Person diese Symptome beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Ihr Arzt kann eine Verringerung der Dosis in Betracht ziehen.
- Bitte sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrem Arzt, wenn Sie
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Hydromorphon kann schläfrig machen und dadurch Ihre Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Dies gilt insbesondere:
- zu Beginn der Behandlung;
- wenn Ihre Dosis erhöht wird;
- wenn von einem anderen Opioid auf Hydromorphon gewechselt wird;
- wenn Sie Alkohol trinken oder Arzneimittel anwenden, die die Gehirnfunktion beeinflussen.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.
- Hydromorphon kann schläfrig machen und dadurch Ihre Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Dies gilt insbesondere:
Schwangerschaftshinweis für Hydromorphon Kalceks 2 mg/ml Injektion-/Inf.Lösung
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
- Schwangerschaft
- Hydromorphon durchquert die Plazentaschranke. Sie sollten Hydromorphon während der Schwangerschaft und während der Geburt nicht anwenden, außer, es wurde ausdrücklich von Ihrem Arzt angeordnet. Wenn Sie Hydromorphon während der Geburt anwenden, kann die Fähigkeit der Gebärmutter sich zusammenzuziehen beeinträchtigt sein. Auflerdem kann es zu einer verlangsamten und flachen Atmung (Atemdepression) beim Neugeborenen kommen.
- Neugeborene können Entzugserscheinungen (wie zum Beispiel schrilles Schreien, Überreiztheit, Krampfanfälle, geringe Nahrungsaufnahme und Durchfall) erleiden, falls ihre Mutter während der Schwangerschaft über längere Zeit Hydromorphon eingenommen haben.
- Stillzeit
- Hydromorphon sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden, da der Wirkstoff in die Muttermilch gelangen kann.
Wechselwirkungen von Hydromorphon Kalceks 2 mg/ml Injektion-/Inf.Lösung
- Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, einschliefllich nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel.
- Wenn Sie dieses Präparat gleichzeitig mit bestimmten anderen Arzneimitteln oder Alkohol anwenden, können die Nebenwirkungen (wie z. B. Benommenheit, Atemprobleme, Verstopfung, Mundtrockenheit oder Störungen beim Wasserlassen) von beiden Arzneimitteln verstärkt werden.
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie
- Arzneimittel gegen Angststörungen einnehmen (z. B. Beruhigungsmittel);
- ein Narkosemittel erhalten haben (z. B. Barbiturate);
- Arzneimittel gegen Schlafstörungen einnehmen (Schlaf- oder Beruhigungsmittel);
- Arzneimittel zur Behandlung von psychiatrischen oder psychischen Erkrankungen einnehmen (Neuroleptika oder Psychopharmaka);
- Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen einnehmen (Antidepressiva);
- Arzneimittel gegen Erbrechen oder Übelkeit einnehmen (Antiemetika);
- Arzneimittel zur Vorbeugung oder Behandlung von Allergien einnehmen (Antihistaminika);
- Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit einnehmen;
- andere starke Analgetika (Schmerzmittel) anwenden oder einnehmen oder kürzlich ein anderes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide angewendet oder eingenommen haben.
- Das Arzneimittel darf nicht zusammen mit bestimmten Arzneimitteln angewendet werden, die man als Monoaminooxidase-Hemmer bezeichnet, oder wenn Sie diese Arzneimittel in den letzten 2 Wochen angewendet haben.
- Die gleichzeitige Anwendung von diesem Arzneimittel und Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden und Arzneimitteln gegen Epilepsie, Nervenschmerzen oder Angststörungen (Gabapentin und Pregabalin) erhöht das Risiko für eine Opioid-Überdosierung und Atemdepression und kann lebensbedrohlich sein. Wenn Ihr Arzt Hydromorphon zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollten die Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle Beruhigungsmittel, die Sie einnehmen, und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte darüber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.
- Anwendung zusammen mit Alkohol
- Das Trinken von Alkohol während der Behandlung mit Hydromorphon kann Sie schläfrig machen. Wenn das für Sie zutrifft, sollten Sie Alkohol vermeiden.
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