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/ Hydromorphon-hameln 10 mg/ml Injlsg./Inflsg.

Hydromorphon-hameln 10 mg/ml Injlsg./Inflsg.: Beipackzettel

Verschreibungspflichtig: Ja

Wirkstoff:

10 mg Hydromorphon hydrochlorid

Darreichungsform: Ampullen

Packungsgrößen (PZN)

2 ML

(10405169)

2 ML

(10405175)

Leider keine Abbildung vorhanden

Art und Weise von Hydromorphon-hameln 10 mg/ml Injlsg./Inflsg.

  • Ein Arzt oder medizinisches Fachpersonal wird normalerweise das Arzneimittel bei Ihnen anwenden.
  • Dieses Arzneimittel ist für eine Injektion oder Infusion in eine Vene (intravenöse Anwendung = i.v.) oder über eine feine Nadel unter die Haut (subkutane Anwendung = s.c.) bestimmt.

Dosierung von Hydromorphon-hameln 10 mg/ml Injlsg./Inflsg.

  • Ihr Arzt legt fest, wie viel Hydromorphon Sie benötigen, in Abhängigkeit von
    • der Schwere Ihrer Schmerzen
    • der Dosis des Schmerzmittels, das Sie zuvor erhalten haben
    • Ihrem Alter und Gewicht.
  • Ihr Arzt wird die Dosis des Arzneimittels schrittweise bis zur Schmerzstillung steigern.
  • Wenn Sie trotz der Behandlung mit Hydromorphon Schmerzen haben, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
  • Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht zu Beginn der Opioid-Behandlung anwenden. Diese höhere Stärke darf nur in Einzelfällen angewendet werden, wenn Sie auf niedrigere Stärken von Hydromorphon-Zubereitungen (Hydromorphon 2 mg/ml) oder vergleichbar starke Schmerzmittel im Rahmen einer Langzeitschmerztherapie nicht mehr ausreichend ansprechen.
  • Hydromorphonhydrochlorid ist ein stärkeres Schmerzmittel als Morphin. Wenn Sie von Morphin auf Hydromorphon umgestellt werden, wird Ihre Anfangsdosis üblicherweise ein Zehntel Ihrer Morphin-Dosis betragen. Wenn Sie von einem anderen starken Schmerzmittel auf dieses umgestellt werden, wird Ihre Dosis auf die gleiche Weise bestimmt werden.
  • Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen (älter als 12 Jahre)
    • Die üblichen Anfangsdosen von Hydromorphon sind wie folgt:
      • Als eine einzelne Injektion in eine Vene (intravenöse Anwendung) beträgt die übliche Dosis 1 bis 1,5 mg und wird langsam über 2 bis 3 Minuten injiziert. Dies kann alle 3 bis 4 Stunden wiederholt werden.
      • Als eine einzelne Injektion mit einer feinen Nadel in das Gewebe unter der Haut (subkutane Anwendung) beträgt die übliche Dosis 1 bis 2 mg. Dies kann alle 3 bis 4 Stunden wiederholt werden.
      • Als Infusion in eine Vene (intravenöse Anwendung) oder über eine feine Nadel in das Gewebe unter der Haut (subkutane Anwendung) beträgt die übliche Anfangsdosis 0,15 bis 0,45 mg/Stunde (oder 0,004 mg/kg Körpergewicht/Stunde).
      • Bei einer patientenkontrollierten Schmerzstillung (PCA) beträgt die übliche empfohlene Bolus-Dosis 0,2 mg mit einer Unterbrechung von 5 bis 10 Minuten.
  • Anwendung bei Kindern (älter als 12 Monate) und Erwachsenen (weniger als 50 kg Körpergewicht)
    • Die übliche Anfangsdosis von Hydromorphon ist folgende:
      • Als eine einzelne Injektion in eine Vene (intravenöse Anwendung) oder über eine feine Nadel in das Gewebe unter der Haut (subkutane Anwendung) beträgt die übliche Dosis 0,015 mg/kg Körpergewicht. Dies kann alle 3 bis 4 Stunden wiederholt werden.
      • Als Infusion in eine Vene (intravenöse Anwendung) oder über eine feine Nadel in das Gewebe unter der Haut (subkutane Anwendung) beträgt die übliche Dosis 0,005 mg/kg Körpergewicht/Stunde.
  • Anwendung bei Kleinkindern (unter 12 Monate)
    • Das Arzneimittel sollte nur nach sorgfältiger Indikationsstellung angewendet werden.
  • Anwendung bei älteren Patienten (über 75 Jahre)
    • Eine niedrigere Dosis kann für ältere Patienten ausreichen, um eine ausreichende Schmerzlinderung zu erreichen.
  • Anwendung bei Patienten mit Leber- und Nierenproblemen
    • Wenn Sie an Leberproblemen oder Nierenproblemen leiden, benötigen Sie möglicherweise eine geringere Dosis zur Schmerzlinderung.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Das Arzneimittel sollte nur so lange wie notwendig angewendet werden. Ihr Arzt wird entscheiden, wann und wie die Behandlung beendet wird. Wenn Sie eine Langzeitbehandlung erhalten, sollte Ihr Arzt regelmäßig überprüfen, ob Sie dieses Arzneimittel noch benötigen. Beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben als Sie sollten
    • Benachrichtigen Sie sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus. In schweren Fällen kann eine Überdosierung zu Bewusstlosigkeit oder sogar zum Tod führen. Folgende Beschwerden können nach einer Überdosis auftreten:
      • stecknadelkopfgroße Pupillen
      • verlangsamter Herzschlag
      • Atemprobleme
      • niedriger Blutdruck
      • Bewusstlosigkeit bis zum Koma
      • Lungenentzündung (mögliche Symptome: Atemnot, Husten und Fieber), welche durch Einatmen von Erbrochenem oder festen Bestandteilen ausgelöst wird.
      • Funktionsstörung des Gehirns (bekannt unter dem Namen toxische Leukoenzephalopathie).
    • Wenn Sie zu viel Hydromorphon erhalten haben, dürfen Sie sich auf keinen Fall in eine Situation bringen, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordert wie z. B. das Führen eines Fahrzeugs.
    • Es könnte eine Notfallbehandlung im Krankenhaus notwendig sein. Wenn Sie ärztliche Beratung einholen, achten Sie darauf, dass Sie die Gebrauchsinformation und verbleibende Ampullen bei sich haben, damit Sie diese dem Arzt zeigen können.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Das Arzneimittel sollte umgehend angewendet werden, nachdem Sie bemerkt haben, dass Sie eine Anwendung vergessen haben. Es darf nicht die doppelte Menge angewendet werden, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
    • Wenn Sie die Anwendung vergessen oder eine kleinere Dosis angewendet haben, kann es zu einer nicht zufriedenstellenden und/oder nicht ausreichenden Schmerzlinderung kommen.

 

  • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
    • Sie dürfen die Anwendung des Arzneimittels nicht plötzlich abbrechen, es sei denn, Ihr Arzt ordnet dies an. Wenn Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel beenden wollen, dann besprechen Sie das zuerst mit Ihrem Arzt. Wenn Sie plötzlich eine Langzeitbehandlung mit dem Arzneimittel abbrechen, können Entzugserscheinungen, wie gesteigerte Erregbarkeit, Angstzustände, Nervosität, Schlafstörungen, unwillkürliche Muskelbewegungen, Zittern und Magen-Darm-Beschwerden, auftreten. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie die Behandlung zu beenden ist, normalerweise durch eine schrittweise Verringerung der Dosis, damit keine unerwünschten Wirkungen auftreten.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Indikation von Hydromorphon-hameln 10 mg/ml Injlsg./Inflsg.

  • Das Arzneimittel gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Opioid-Analgetika genannt werden. Dieses Arzneimittel wurde Ihnen zur Behandlung von starken Schmerzen verordnet. Es wird angewendet zur Linderung von Schmerzen und kann auch angewendet werden, um Schmerzen zu verhindern.

Kontraindikation von Hydromorphon-hameln 10 mg/ml Injlsg./Inflsg.

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn Sie
    • allergisch gegen Hydromorphon oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • schweres Bronchialasthma haben
    • Atemprobleme haben (Atemdepression)
    • an einer schweren Lungenkrankheit mit einer Verengung der Luftwege leiden (schwere chronisch obstruktive Lungenerkrankung [COPD])
    • Herzprobleme nach einer langandauernden Lungenkrankheit haben (Cor pulmonale)
    • starke Bauchschmerzen haben
    • eine Lähmung der Darmtätigkeit haben (paralytischer Ileus)
    • bestimmte Arzneimittel anwenden, die als Monoaminoxidase-Hemmer bezeichnet werden (wie Tranylcypromin, Phenelzin, Isocarboxazid, Moclobemid und Linezolid) oder solche Arzneimittel in den letzten 2 Wochen angewendet haben.
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn der Patient im Koma liegt.

Nebenwirkungen von Hydromorphon-hameln 10 mg/ml Injlsg./Inflsg.

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Dieses Arzneimittel kann allergische Reaktionen verursachen (Überempfindlichkeitsreaktionen). Die Häufigkeit von schwerwiegenden allergischen Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen) ist nicht bekannt. Verständigen Sie sofort Ihren Arzt, wenn plötzlich Keuchen, Probleme beim Atmen, Schwellungen der Augenlider, des Gesichts oder der Lippen, Ausschlag oder Juckreiz, insbesondere am ganzen Körper, auftreten.
  • Probleme beim Atmen (Atemdepression) sind die Hauptgefahr bei einer Opioid-Überdosierung.
  • Bei den meisten Patienten kommt es zur Verstopfung, wenn sie dieses Arzneimittel anwenden. Durch Erhöhung der Menge an Ballaststoffen (Obst, Gemüse, Vollkornbrot, Teigwaren, Naturreis) und Flüssigkeit, die Sie zu sich nehmen, kann dieses Problem verringert werden. Wenn notwendig, kann Ihnen Ihr Arzt ein Mittel zur Anregung der Darmtätigkeit (Abführmittel) verordnen.
  • Sie können nach Anwendung des Arzneimittels auch Übelkeit verspüren oder erbrechen; dies sollte sich im Normalfall nach einigen Tagen legen; Ihr Arzt kann Ihnen aber auch ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen verordnen, wenn diese Nebenwirkungen anhalten sollten.
  • Die folgenden Nebenwirkungen wurden berichtet:
    • Sehr häufig (kann mehr 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Schwindel, Schläfrigkeit
      • Verstopfung, Übelkeit
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Verwirrtheit, Angstzustände, Schlaflosigkeit
      • Appetitabnahme
      • Kopfschmerzen
      • Mundtrockenheit, Erbrechen
      • Bauchschmerzen oder Bauchbeschwerden
      • Juckreiz, Schwitzen
      • verstärkter Harndrang
      • Schwächezustände
      • Reaktionen an der Einstichstelle (einschließlich Hautrötung, Hautausschlag oder Schmerzen)
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
      • extreme Glücksgefühle (Euphorie), Halluzinationen
      • Übererregbarkeit, Depressionen, Albträume
      • Zittern, unwillkürliche Muskelzuckungen, Kribbeln in Händen oder Füßen
      • Sehstörung
      • Blutdruckabfall
      • Schwierigkeiten beim Atmen (Dyspnoe)
      • Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
      • Durchfall, Geschmacksstörungen (Dysgeusie)
      • Harnverhalten
      • Hautausschlag
      • vermindertes sexuelles Verlangen, Impotenz
      • Entzugserscheinungen wie gesteigerte Erregbarkeit, Angstzustände, Nervosität, Schlafstörungen, ungewöhnliche Überaktivität, Zittern und Magen-Darm-Beschwerden
      • Ermüdung, Unwohlsein
      • Anschwellen von Händen, Knöcheln und Füßen
      • kann das Bluttestergebnis einer Leberuntersuchung beeinflussen
    • Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)
      • Dämpfung, Lethargie
      • langsamer, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag
      • Schwierigkeiten beim Atmen oder keuchende Atmung
      • Beeinflussung der Ergebnisse von Bluttests einer Bauchspeicheldrüsenuntersuchung
      • Rötung des Gesichts (Flush)
    • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen)
      • Reizung und Verhärtung der Haut an der Einstichstelle (insbesondere nach wiederholten Injektionen unter die Haut)
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs)
      • schwerwiegende, lebensbedrohliche allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen) einschließlich Schwellungen von Gesichtes, Zunge und Rachen
      • Abhängigkeit, Arzneimitteltoleranz
      • Missstimmung (Dysphorie)
      • Verengung der Pupillen (Miosis)
      • gesteigerte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie, siehe Kategorie „Patientenhinweis")
      • Krampfanfälle, Muskelbewegungsstörungen
      • Lähmung der Darmtätigkeit (paralytischer Ileus)
      • Hitzegefühl
      • juckender Ausschlag (Urtikaria)
      • Entzugserscheinungen bei Neugeborenen, deren Mütter in der Schwangerschaft Hydromorphon verwendet haben (siehe Kategorie „Schwangerschaftshinweis")
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweis für Hydromorphon-hameln 10 mg/ml Injlsg./Inflsg.

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie vor der Anwendung des Arzneimittels mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie
      • schwere Atemprobleme haben (eingeschränkte Atemfunktion)
      • bei Unterbrechungen der Atmung während des Schlafs (Schlaf-Apnoe)
      • eine Kopfverletzung haben (wegen des Risikos einer Druckerhöhung im Gehirn)
      • unter Krampfanfällen oder epileptischen Anfällen leiden
      • an einer geistigen Störung leiden, die durch eine Vergiftung hervorgerufen wurde (Intoxikationspsychose)
      • einen niedrigen Blutdruck mit geringer zirkulierender Blutmenge haben (Hypotonie mit Hypovolämie)
      • sich benommen fühlen oder Ohnmachtsanfälle haben
      • Probleme mit der Gallenblase haben
      • eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse haben (Pankreatitis)
      • Darmprobleme haben (wie eine obstruktive oder entzündliche Darmerkrankung)
      • Prostataprobleme haben (wie Schwierigkeiten beim Wasserlassen)
      • eine schwache Funktion der Nebennierenrinde haben (z. B. Addison-Krankheit)
      • eine Schilddrüsenunterfunktion haben (Hypothyreodismus)
      • eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung haben (wie COPD) oder an einer eingeschränkten Lungenfunktion leiden
      • einen geschwächten Allgemeinzustand haben oder Sie älter oder kraftlos sind
      • unter schweren Nierenproblemen leiden (einschließlich Nierenkoliken)
      • unter schweren Leberproblemen leiden.
    • Toleranz, Abhängigkeit und Sucht
      • Dieses Arzneimittel enthält das Opioid Hydromorphon. Es kann abhängig und/oder süchtig machen.
      • Dieses Arzneimittel enthält Hydromorphon und ist ein Opioid-Arzneimittel. Die wiederholte Anwendung von opioidhaltigen Schmerzmitteln kann dazu führen, dass das Arzneimittel weniger wirksam wird (Sie gewöhnen sich daran, was als Toleranz bezeichnet wird.) Die wiederholte Anwendung von Hydromorphon kann auch zu Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen, was eine lebensbedrohliche Überdosierung zur Folge haben kann. Das Risiko für diese Nebenwirkungen kann mit einer höheren Dosis und einer längeren Anwendungsdauer steigen. Wenn Sie befürchten, dass Sie von Hydromorphon abhängig werden könnten, wenden Sie sich unbedingt an Ihren Arzt.
      • Abhängigkeit oder Sucht können dazu führen, dass Sie das Gefühl haben, nicht mehr kontrollieren zu können, wie viel von dem Arzneimittel Sie anwenden oder wie oft Sie es anwenden.
      • Das Risiko, abhängig oder süchtig zu werden, ist von Person zu Person unterschiedlich. Sie haben eventuell ein größeres Risiko, von Hydromorphon abhängig oder danach süchtig zu werden, wenn:
        • Sie oder ein Familienmitglied schon einmal Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren („Sucht").
        • Sie Raucher sind.
        • Sie schon einmal psychische Probleme hatten (Depression, Angststörung oder eine Persönlichkeitsstörung) oder wegen einer anderen psychischen Erkrankung von einem Psychiater behandelt wurden.
      • Wenn Sie während der Anwendung von Hydromorphon eines der folgenden Anzeichen bemerken, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Sie abhängig oder süchtig geworden sind:
        • Sie wenden das Arzneimittel länger an, als von Ihrem Arzt empfohlen.
        • Sie wenden mehr als die empfohlene Dosis an.
        • Sie haben möglicherweise das Gefühl, dass Sie Ihr Arzneimittel weiter anwenden müssen, auch wenn es Ihre Schmerzen nicht lindert.
        • Sie wenden das Arzneimittel aus anderen Gründen an, als den Gründen, wegen denen es Ihnen verschrieben wurde, zum Beispiel um „ruhig zu bleiben" oder „um zu schlafen".
        • Sie haben mehrere erfolglose Versuche unternommen, die Anwendung des Arzneimittels zu beenden oder zu kontrollieren.
        • Wenn Sie das Arzneimittel nicht anwenden, fühlen Sie sich unwohl, und es geht Ihnen besser, wenn Sie das Arzneimittel wieder anwenden („Entzugserscheinungen").
      • Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, um den besten Behandlungsweg für Sie zu besprechen, einschließlich der Frage, wann es am besten ist, die Anwendung zu beenden und wie Sie die Anwendung sicher beenden können (siehe Kategorie „Dosierung").
      • Bei plötzlicher Beendigung der Behandlung können Entzugserscheinungen wie gesteigerte Erregbarkeit, Angstzustände, Nervosität, Schlafstörungen, unwillkürliche Muskelzuckungen, Zittern und Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Wenn Sie die Therapie mit Hydromorphon nicht länger benötigen, wird Ihr Arzt Ihre Tagesdosis schrittweise verringern, um diese Beschwerden zu vermeiden.
      • Bei Kindern unter 1 Jahr kann Hydromorphon nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden.
      • Dieses Arzneimittel kann Atemprobleme verursachen. Das Hauptrisiko einer Opioidüberdosierung sind Atembeschwerden (Atemdepression).
      • Ähnlich wie andere Opioide kann Hydromorphon die normale Produktion von körpereigenen Hormonen (wie z. B. Cortisol oder Sexualhormone) beeinflussen. Dies geschieht insbesondere dann, wenn Sie über einen längeren Zeitraum hohe Dosen erhalten haben. Wenn diese Informationen auf Sie zutreffen oder in der Vergangenheit auf Sie zutrafen, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
      • Insbesondere in hoher Dosierung kann eine gesteigerte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie) auftreten, die nicht auf eine weitere Dosiserhöhung von Hydromorphon anspricht. Ihr Arzt wird entscheiden, ob dann eine Dosisminderung oder ein Wechsel des Schmerzmittels (Opioids) erforderlich ist.
      • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls bei Ihnen während der Behandlung mit Hydromorphon eine Lähmung der Darmtätigkeit (paralytischer Ileus) auftritt. Ihr Arzt wird dann entsprechende Maßnahmen ergreifen.
      • Wenn Sie operiert werden müssen, teilen Sie dem Arzt im Krankenhaus mit, dass Sie mit Hydromorphon behandelt werden, da die Injektionsmenge, die Sie erhalten, möglicherweise angepasst werden muss.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Hydromorphon kann schläfrig machen und dadurch Ihre Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.
    • Das gilt insbesondere
      • zu Beginn der Behandlung
      • wenn Ihre Dosis gesteigert wird
      • wenn von einem anderen Opioid auf dieses gewechselt wird
      • wenn Sie Alkohol trinken oder Arzneimittel anwenden, die die Hirnfunktion beeinflussen.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.

 

  • Die Anwendung von des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu einem positiven Ergebnis führen.

Schwangerschaftshinweis für Hydromorphon-hameln 10 mg/ml Injlsg./Inflsg.

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Sie sollten das Arzneimittel während Ihrer Schwangerschaft und während der Geburt nicht anwenden, es sei denn, dies wurde ausdrücklich von Ihrem Arzt angewiesen. Wenn Sie das Arzneimittel während der Geburt anwenden, kann dies die Wehentätigkeit beeinträchtigen. Weiterhin kann es zu einer verlangsamten und flachen Atmung (Atemdepression) beim Neugeborenen kommen.
    • Wendet die Mutter während der Schwangerschaft über einen längeren Zeitraum Hydromorphon an, können beim neugeborenen Kind Entzugserscheinungen auftreten. Hierzu zählen u.a. hochfrequentes Schreien, Unruhe, Krampfanfälle, ungenügende Nahrungsaufnahme und Durchfall.
  • Stillzeit
    • Das Arzneimittel soll nicht während der Stillzeit angewendet werden, da der Wirkstoff in die Muttermilch übertritt.

Wechselwirkungen von Hydromorphon-hameln 10 mg/ml Injlsg./Inflsg.

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Wenn Sie das Arzneimittel gleichzeitig mit bestimmten anderen Arzneimitteln oder Alkohol anwenden, können die Nebenwirkungen (wie z. B. Benommenheit, Atemprobleme, Verstopfung, Mundtrockenheit oder Störungen beim Wasserlassen) von beiden Arzneimitteln verstärkt werden.
    • Die gleichzeitige Anwendung von Hydromorphon und Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepine (die bei der Verringerung von Angstzuständen und Krampfanfällen helfen können, die Muskeln entspannen und Schlaf fördern) oder verwandte Arzneimittel erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden und Arzneimitteln gegen Epilepsie, Nervenschmerzen oder Angststörungen (Gabapentin und Pregabalin) erhöht das Risiko für eine Opioid-Überdosierung und Atemdepression und kann lebensbedrohlich sein.
    • Wenn Ihr Arzt jedoch Hydromorphon zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt, sollten die Dosis und die Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte darüber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.
    • Schlafbezogene Atemstörungen
      • Hydromorphon kann schlafbezogene Atemstörungen wie Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs) und schlafbezogene Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt des Blutes) verursachen. Zu den Symptomen können Atemaussetzer während des Schlafs, nächtliches Erwachen wegen Kurzatmigkeit, Durchschlafstörungen oder übermäßige Schläfrigkeit während des Tages gehören. Wenn Sie selbst oder eine andere Person diese Symptome beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Ihr Arzt kann eine Verringerung der Dosis in Betracht ziehen.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie
      • Arzneimittel gegen Angststörungen einnehmen (z. B. Beruhigungsmittel)
      • ein Narkosemittel erhalten haben (z. B. Barbiturate)
      • Arzneimittel gegen Schlafstörungen einnehmen (Benzodiazepine, Hypnotika und Sedativa)
      • Arzneimittel zur Behandlung von psychiatrischen oder geistigen Erkrankungen einnehmen (Neuroleptika oder Psychopharmaka)
      • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen einnehmen (Antidepressiva)
      • Arzneimittel gegen Erbrechen oder Übelkeit einnehmen (Antiemetika)
      • Arzneimittel zur Vorbeugung oder Behandlung von Allergien einnehmen (Antihistaminika)
      • Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit einnehmen
      • andere starke Schmerzmittel anwenden oder einnehmen oder kürzlich ein anderes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide angewendet bzw. eingenommen haben.
    • Das Arzneimittel darf nicht gemeinsam mit bestimmten Arzneimitteln angewendet werden, die man als Monoaminoxidase-Hemmer bezeichnet, oder wenn Sie solche Arzneimittel in den letzten 2 Wochen angewendet haben.
  • Anwendung zusammen mit Alkohol
    • Das Trinken von Alkohol während der Behandlung mit dem Arzneimittel kann Sie schläfrig machen. Wenn das für Sie zutrifft, sollten Sie Alkohol vermeiden.

Hersteller

hameln pharma gmbh

Deutschland

Hameln

https://www.hameln-pharma.com

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