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Emerade 150 Mikrogramm: Beipackzettel

Verschreibungspflichtig: Ja

Wirkstoff:

0.28 mg Epinephrin hydrogentartrat

Darreichungsform: Injektionslösung in einem Fertigpen

Packungsgrößen (PZN)

1 ML

(10544267)

außer Vertrieb

2 ML

(10552611)

außer Vertrieb

Leider keine Abbildung vorhanden

Art und Weise von Emerade 150 Mikrogramm

  • Bewahren Sie den Fertigpen in der Originalverpackung auf. Als Patient/Betreuungsperson können Sie den Fertigpen auch in dem zugehörigen besonders konstruiertes Etui mit sich führen. Der Auto-Injektor muss immer in diesem Etui verbleiben, damit der Auto-Injektor und das Etikett, auf dem beschrieben ist, wie der Auto-Injektor im Notfall angewendet wird, stets geschützt sind. Bewahren Sie die Packungsbeilage immer in dem Etui auf.Die Hinweise zur Handhabung müssen sorgfältig beachtet werden, um eine unbeabsichtigte Injektion zu vermeiden.
  • Es wird empfohlen, dass Ihre Familienmitglieder, das Pflegepersonal oder Lehrer ebenfalls über den korrekten Gebrauch des Fertigpen informiert werden.
  • Das Arzneimittel darf bei den ersten Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion nur in den äußeren Oberschenkel injiziert werden.
  • Eine Injektion wird ausgelöst, wenn der Fertigpen in den Oberschenkel gedrückt wird. Dies kann auch durch die Kleidung erfolgen.
  • Das Arzneimittel darf nicht in das Gesäß injiziert werden.
  • Falls Ihr Fertigpen nicht aktiviert werden kann, müssen Sie den Pen sofort erneut mit erhöhter Kraft gegen die vorgesehene Injektionsstelle drücken.
  • Wenn Ihre Injektion nicht erfolgreich ist, verwenden Sie sofort einen zweiten Pen.
  • Entfernen Sie die Kappe.
  • weitere Anwendungshinweise, s. Gebrauchsinformation.
  • Suchen Sie sofort medizinische Hilfe.
  • Wichtige Informationen für Patienten
    • Manchmal reicht eine Einzeldosis von Epinephrin (Adrenalin) nicht aus, um die Symptome einer schweren allergischen Reaktion vollständig aufzuheben.
    • Aus diesem Grund wird Ihr Arzt Ihnen wahrscheinlich zwei Pens verschreiben.
    • Wenn sich Ihre Beschwerden nicht verbessern oder sich innerhalb von 5 bis 15 Minuten nach der ersten Injektion verschlechtert haben, sollten Sie oder Ihre Begleitperson eine zweite Injektion anwenden.
    • Deshalb müssen Sie immer zwei Pens bei sich tragen.
    • Dieser Fertigpen wurde für die Notfallbehandlung entwickelt.
    • Sie müssen direkt nach der Anwendung immer medizinische Hilfe erhalten.
    • Bitten Sie jemanden darum, bei Ihnen zu bleiben, bis der Krankenwagen eintrifft.
    • Wählen Sie die 112, bitten Sie um einen Krankenwagen und sagen Sie „Anaphylaxie“ (ausgesprochen „Anna-fü-laksie“), auch wenn Sie sich langsam besser fühlen.
    • Sie müssen zur Beobachtung und eventuell auch Nachbehandlung ins Krankenhaus.
    • Dies ist notwendig, da die Reaktion einige Zeit später erneut auftreten kann.
    • Nehmen Sie den verwendeten Pen dazu mit.
    • Während Sie auf den Krankenwagen warten, legen Sie sich flach hin und lagern Sie die Füße hoch, es sei denn, dies erschwert Ihnen das Atmen.
    • In diesem Fall sitzen Sie aufrecht.
    • Bewusstlose Patienten müssen in die stabile Seitenlage gebracht werden.
  • Kontrolle nach der Anwendung, s. Gebrauchsinformation.

Dosierung von Emerade 150 Mikrogramm

  • Stellen Sie immer sicher, dass Sie in der Anwendung des Fertigpens geschult wurden und verwenden Sie den Fertigpen exakt so, wie Ihr Arzt es Ihnen gesagt hat. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Überprüfen Sie das Verfalldatum auf Ihren Adrenalin Auto-Injektoren und bitten Sie Ihren Arzt, Ihnen vor Ablauf des Verfalldatums neue zu verschreiben. Injektoren mit abgelaufenem Verfalldatum funktionieren möglicherweise nicht.
  • Wenden Sie das Arzneimittel unverzüglich nach dem Auftreten von Anzeichen oder Symptomen einer akuten allergischen Reaktion (Anaphylaxie) an. Reaktionen können einige Minuten nach dem Kontakt mit einem Allergen auftreten und sich in Symptomen wie Hautausschlag, Rötungen oder Schwellungen äußern. Stärkere Reaktionen betreffen auch die Durchblutung und die Atmung.
  • Achten Sie darauf, dass Sie, bevor Sie den Fertigpen anwenden müssen, verstanden haben, in welchen Situationen Sie Epinephrin anwenden sollen.
  • Es ist wichtig, dass Sie immer zwei Adrenalin Pens bei sich tragen, wenn bei Ihnen das Risiko einer Anaphylaxis besteht.
  • Dosierung
    • Die Dosierung wird von Ihrem Arzt festgelegt und wird individuell auf Sie eingestellt, zum Beispiel in Abhängigkeit von Ihrem Körpergewicht.
    • Erwachsene
      • Erwachsene unter 60 kg
        • Die übliche Dosis beträgt 300 Mikrogramm
      • Erwachsene über 60 kg
        • Die übliche Dosis ist 300 bis 500 Mikrogramm
    • Kinder und Jugendliche
      • Epinephrin 500 Mikrogramm wird nicht zur Anwendung bei Kindern empfohlen.
      • Kinder mit einem Körpergewicht zwischen 15 kg und 30 kg:
        • Die übliche Dosierung ist 150 Mikrogramm.
      • Kinder mit einem Gewicht über 30 kg
        • Die übliche Dosierung ist 300 Mikrogramm.
      • Jugendliche mit einem Gewicht über 30 kg
        • Die Dosisempfehlungen für Erwachsene sind zu befolgen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie eine zu hohe Dosis angewendet haben oder versehentlich das Arzneimittel in ein Blutgefäß oder in die Hand injiziert haben, rufen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe. Ihr Blutdruck kann schnell ansteigen. Bei einer Überdosierung kann es zu plötzlichem Blutdruckanstieg, unregelmäßigem Herzschlag und Ansammlung von Wasser in der Lunge kommen, was die Atmung erschweren kann.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Indikation von Emerade 150 Mikrogramm

  • Dieses Arzneimittel ist ein Auto-Injektor (Fertigpen), der Epinephrin als Injektionslösung zur Injektion in den Muskel (intramuskulär) enthält.
  • Epinephrin wirkt einem Blutdruckabfall bei einer anaphylaktischen Reaktion entgegen. Es regt ebenso die Herztätigkeit an und erleichtert die Atmung.
  • Der Fertigpen wird angewendet zur Notfallbehandlung von schweren akuten allergischen Reaktionen (Anaphylaxie), verursacht durch Allergene in Nahrungsmitteln, Arzneimitteln, Insektenstiche oder –bisse, andere Allergene, sowie zur Behandlung von schweren Reaktionen, die durch körperliche Anstrengung verursacht wurden oder deren Ursache unbekannt ist.

Kontraindikation von Emerade 150 Mikrogramm

  • Wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Natriummetabisulfit oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind, wird Ihnen Ihr Arzt erklären, unter welchen Umständen Sie den Fertigpen anwenden sollen.

Nebenwirkungen von Emerade 150 Mikrogramm

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Die folgenden Nebenwirkungen basieren auf Erfahrungen mit der Anwendung von Epinephrin, die Häufigkeiten sind nicht bekannt, d. h., sie lassen sich auf Grundlage der vorliegenden Daten nicht abschätzen.
    • Herzbeschwerden wie unregelmäßiger und schneller Herzschlag, Brustschmerzen,
    • hoher Blutdruck, Verengung der Blutgefäße,
    • Schwitzen,
    • Übelkeit, Erbrechen,
    • Atembeschwerden,
    • Kopfschmerzen, Schwindel,
    • Schwäche, Zittern,
    • Angst, Halluzinationen,
    • Ohnmacht,
    • Veränderungen bestimmter Blutwerte wie erhöhter Blutzuckerspiegel, erniedrigte Kaliumwerte und vermehrte Säurebildung im Blut.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweis für Emerade 150 Mikrogramm

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Das Arzneimittel kann immer während eines allergischen Notfalls angewendet werden. Wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Natriummetabisulfit oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind, wird Ihnen Ihr Arzt erklären, unter welchen Umständen Sie den Fertigpen anwenden sollen.
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Epinephrin anwenden, wenn bei Ihnen eine der folgenden Erkrankungen vorliegt:
      • Herzerkrankungen
      • Bluthochdruck
      • Schilddrüsenüberfunktion
      • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
      • ein Tumor der Nebenniere
      • erhöhter Augeninnendruck
      • eingeschränkte Nierenfunktion
      • Prostataerkrankung
      • zu niedrige Kalium- oder zu hohe Calciumwerte im Blut
    • Das Risiko für eine schwerwiegende allergische Reaktion kann bei Ihnen höher sein, wenn Sie Asthma haben.
    • Jeder der eine anaphylaktische Episode hatte muss umgehend einen Arzt aufsuchen, um sich auf die Substanzen testen zu lassen, gegen die eine Allergie bestehen könnte, um diese künftig strikt meiden zu können. Es ist wichtig zu wissen, dass eine Allergie gegen einen bestimmten Stoff auch zu Allergien gegen verwandte Stoffe führen kann. Sollten Sie Lebensmittelallergien haben, ist es wichtig die Inhaltsstoffe von Allem, was Sie zu sich nehmen (inklusive Arzneimittel) zu überprüfen, da schon kleine Mengen schwere allergische Reaktionen auslösen können.
    • Es besteht ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen, wenn Sie älter sind, oder im Falle einer Schwangerschaft.
    • Die Hinweise zur Handhabung müssen sorgfältig beachtet werden, um eine unbeabsichtigte Injektion zu vermeiden.
    • Das Arzneimittel darf nur in den äußeren Oberschenkelmuskel injiziert werden.
    • Aufgrund des Risikos einer versehentlichen Injektion in eine Vene darf der Fertigpen nicht in das Gesäß injiziert werden.
    • Warnhinweise
      • Eine versehentliche Injektion in Hände oder Füße kann zu einer verminderten Blutversorgung in den betroffenen Bereichen führen. Sollte eine Injektion versehentlich in diese Bereiche erfolgt sein, wenden Sie sich unverzüglich zur Behandlung an die Notfallabteilung Ihres nächstgelegenen Krankenhauses.
      • Sollte bei Ihnen mehr Unterhautfettgewebe vorliegen, besteht das Risiko, dass eine Dosis Epinephrin nicht ausreicht. Dies kann die Notwendigkeit einer zweiten Injektion erhöhen. Befolgen Sie sorgfältig die Anweisungen in Kategorie Dosierung und Art der Anwendung.
    • Kinder
      • Das Arzneimittel ist nicht bei Kindern mit einem Körpergewicht von unter 15 kg anzuwenden. Bei Kindern, die weniger als 15 kg wiegen, kann eine Dosierung unter 150 Mikrogramm nicht mit ausreichender Genauigkeit gegeben werden. Daher wird die Anwendung nur empfohlen, wenn es sich um eine lebensbedrohliche Situation handelt und die Anwendung unter medizinischer Aufsicht erfolgt.
      • Die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durch eine Epinephrininjektion beeinflusst werden. Diese können aber durch eine schwere allergische Reaktion beeinträchtigt sein. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, führen Sie kein Fahrzeug.

Schwangerschaftshinweis für Emerade 150 Mikrogramm

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
  • Es gibt nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Epinephrin während der Schwangerschaft.
  • Wenn Sie schwanger sind, zögern Sie jedoch nicht, Epinephrin im Notfall anzuwenden, weil Ihr Leben in Gefahr sein könnte.
  • Nach der Anwendung des Fertigpen dürfen Sie stillen.

Wechselwirkungen von Emerade 150 Mikrogramm

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Dies ist besonders wichtig, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Arzneimittel einnehmen:
      • Antidepressiva wie trizyklische Antidepressiva oder Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer), da sie die Wirkung von Epinephrin verstärken können.
      • Arzneimittel, die zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung eingesetzt werden wie Catechol-O-Methyltransferase (COMT)-Inhibitoren, da sie die Wirkung von Epinephrin verstärken können.
      • Arzneimittel, die möglicherweise zu einem unregelmäßigen Herzschlag (Arrhythmien) führen können, wie Digitalis oder Chinidin.
      • Arzneimittel gegen Herzerkrankungen oder Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems, sog. Alpha- und Betarezeptorenblocker, da sie die Wirkung von Epinephrin vermindern können.
    • Diabetiker müssen nach der Anwendung von Epinephrin ihren Blutzuckerspiegel sorgfältig überwachen, da Epinephrin den Blutzuckerspiegel erhöhen kann.

Original-Beipackzettel als PDF

Hersteller

Zentiva Pharma GmbH

Deutschland

Berlin

https://www.zentiva.de