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Cyrdanax 20 mg/ml: Beipackzettel

Verschreibungspflichtig: Ja

Wirkstoff:

567.96 mg Dexrazoxan hydrochlorid

Darreichungsform: Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Packungsgrößen (PZN)

500 MG

(11228315)

außer Vertrieb

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Art und Weise von Cyrdanax 20 mg/ml

  • Das Arzneimittel wird über einen Zeitraum von rund 15 Minuten als Tropfinfusion in eine Vene verabreicht.

Dosierung von Cyrdanax 20 mg/ml

  • Dieses Arzneimittel wird von Ihrem Arzt oder dem Pflegepersonal zubereitet und verabreicht. Die Dosis, die Sie erhalten, wird von Ihrem Arzt bestimmt.
  • Die Infusion beginnt etwa 30 Minuten vor Ihrer Krebsbehandlung (Doxorubicin und/oder Epirubicin).

 

  • Wenn Sie glauben, dass Sie eine größere Menge erhalten haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie glauben eine zu große Menge erhalten zu haben, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das Pflegepersonal. Möglicherweise treten bei Ihnen einige der in Kategorie „Nebenwirkungen" aufgelisteten Nebenwirkungen auf.

Indikation von Cyrdanax 20 mg/ml

  • Das Arzneimittel enthält eine Substanz namens Dexrazoxan. Diese Substanz gehört zu einer Gruppe von Medikamenten, die das Herz schützen (kardioprotektive Arzneimittel).
  • Das Arzneimittel wird bei Erwachsenen zur Vorbeugung von Herzschäden angewendet, wenn während einer Brustkrebsbehandlung Anthrazykline (zum Beispiel Doxorubicin oder Epirubicin) angewendet werden.

Kontraindikation von Cyrdanax 20 mg/ml

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie unter 18 Jahre alt sind und Ihre geplante Anthrazyklin-Dosis als niedrig eingestuft wird. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Dexrazoxan sind
    • wenn Sie stillen
    • wenn Sie Gelbfieberimpfstoff erhalten.
  • Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, darf dieses Arzneimittel bei Ihnen nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen von Cyrdanax 20 mg/ml

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Manche Nebenwirkungen können schwerwiegend sein und erfordern eine sofortige ärztliche Behandlung:
    • Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
      • Häufige Infektionen, Fieber, Halsentzündung, unerwartete Blutergüsse und Blutungen (Anzeichen von Erkrankungen des Blutes wie z. B. ein Mangel an roten Blutkörperchen, weißen Blutkörperchen oder Blutplättchen und ein niedriger Granulozytenwert. Ihr Blutbild kann sich jedoch nach jedem Behandlungszyklus wieder normalisieren).
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
      • Schwellung und Rötung entlang einer Vene
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
      • Leukämie (Blutkrebs)
      • Plötzlicher Bewusstseinsverlust
      • Schwellung und Schmerzen in einer Körperregion, die durch ein Blutgerinnsel in einer Vene verursacht sein könnten
      • Gewebeschwellung in den Extremitäten
  • Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei sehr wenigen Patienten während der Behandlung mit dem Arzneimittel beobachtet:
    • Allergische Reaktionen einschließlich Juckreiz, Hautausschlag, Schwellung im Gesicht und im Hals, Keuchen, Atemlosigkeit oder Schwierigkeiten beim Atmen, Bewusstseinsstörungen, niedriger Blutdruck
    • Plötzlich einsetzende Kurzatmigkeit, Abhusten von Blut und Brustschmerzen (Anzeichen eines Blutgerinnsels in der Lunge)
  • Wenn bei Ihnen eine dieser Nebenwirkungen auftritt, benachrichtigen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder suchen Sie die nächstgelegene Notfallstation einer Klinik auf.
  • Weitere Nebenwirkungen:
    • Sehr häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
      • Haarausfall
      • Erbrechen, wunde Stellen im Mund, Übelkeit
      • Schwäche
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Patienten betreffen):
      • Durchfall, Magenschmerzen, Verstopfung, Völlegefühl und Appetitlosigkeit
      • Verschlechterung der Herzmuskelfunktion, schneller Herzschlag
      • Schmerzen, Rötung und Schwellung der Schleimhaut, die z. B. das Innere der Atemwege oder der Speiseröhre auskleidet
      • Nagelveränderungen, z. B. schwarze Verfärbung
      • Hautreaktionen wie Schwellung, Rötung, Schmerzen, brennendes Gefühl und Juckreiz an der Injektionsstelle
      • Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Händen oder Füßen, Schwindel, Kopfschmerzen
      • Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein
      • Leichtes Fieber, Schmerzen in der Brust, erhöhter/beschleunigter Herzschlag, Kurzatmigkeit oder beschleunigter Atem
      • Ungewöhnliche Ergebnisse bei Leberfunktionstests
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Patienten betreffen)
      • Zunahme von Blutzellen
      • Drehschwindel, Ohreninfektion
      • Blutungen, weiches oder vergrößertes Zahnfleisch, Mundsoor
      • Durst
      • Hautrötung, Hitze- und Empfindlichkeitsgefühl infolge einer Entzündung unter der Haut
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweis für Cyrdanax 20 mg/ml

  • Warnhinwiese und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen:
      • wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben oder hatten
      • wenn Sie einen Herzinfarkt, eine Herzleistungsschwäche, Brustschmerzen unklarer Ursache und Probleme mit Ihren Herzklappen haben oder hatten
      • wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen
      • wenn Sie allergisch gegen Dexrazoxan sind.
    • Außerdem sollten Sie Folgendes wissen:
      • Ihr Arzt wird möglicherweise vor und während der Behandlung Untersuchungen durchführen, um die Wirksamkeit der Behandlung und die Funktion einiger Organe - zum Beispiel Herz, Nieren oder Leber - zu überprüfen.
      • Ihr Arzt wird möglicherweise während der Behandlung Blutuntersuchungen durchführen, um die Funktion Ihres Knochenmarks zu kontrollieren. Wenn Sie eine hochdosierte Krebsbehandlung (z. B. Chemotherapie oder Bestrahlung) und auch hohe Dosen dieses Arzneimittels erhalten, ist möglicherweise Ihre Knochenmarksfunktion eingeschränkt. Dadurch kann die Bildung von roten oder weißen Blutkörperchen und von Blutplättchen beeinträchtigt werden.
      • Das Arzneimittel kann das Risiko, eine Leukämie (Blutkrebs) zu entwickeln, erhöhen.
      • Frauen, die schwanger werden können, und Männer sollten während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Frauen und Männer sollten die Empfängnisverhütung für mindestens sechs Monate nach Ende der Behandlung mit dem Arzneimittel fortsetzen.
      • Die Kombination von diesem Arzneimittel mit Ihrer Krebsbehandlung kann zu einem erhöhten Risiko der Bildung von Blutgerinnseln führen.
      • Wenn Ihre Haut mit Dexrazoxan Pulver oder Lösung in Berührung kommt, teilen Sie dies bitte sofort Ihrem Arzt mit. Sie oder Ihr Arzt sollten die betroffene Körperstelle sofort gründlich mit Wasser spülen.
    • Kinder und Jugendliche
      • Langzeitnutzen und Langzeitrisiken dieses Arzneimittels bei Kindern und Jugendlichen sind noch nicht vollständig bekannt. Ihr Arzt wird Sie bezüglich des Nutzens und der Risiken dieses Arzneimittels beraten
    • Ältere Patienten (über 65 Jahre)
      • Es kann sein, dass Ihr Arzt die Behandlung mit Dexrazoxan je nach Ihrem Gesundheitszustand (im Falle von Herz-, Leber- oder Nierenproblemen) anpasst.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • In Zusammenhang mit der Anwendung von Dexrazoxan wurde über Müdigkeit berichtet. Sie dürfen sich daher nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich schläfrig fühlen.

Schwangerschaftshinweis für Cyrdanax 20 mg/ml

  • Das Arzneimittel wird Ihnen nicht gegeben, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft geplant haben, es sei denn, Ihr Arzt entscheidet, dass dies erforderlich ist.
  • Frauen, die schwanger werden können, und Männer sollten während der Behandlung mit diesem Arzneimittel und für mindestens sechs Monate nach Ende der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
  • Stillen Sie nicht, wenn Sie mit diesem Arzneimittel behandelt werden.
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie bevor Ihnen dieses Arzneimittel verabreicht wird Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wechselwirkungen von Cyrdanax 20 mg/ml

  • Anwendung mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
    • Es wird nicht empfohlen, andere Arzneimittel einzunehmen, ohne Ihren Arzt darüber zu informieren, da es Wechselwirkungen zwischen diesem Präparat und anderen Arzneimitteln geben kann:
      • Impfstoffe: das Arzneimittel darf nicht angewendet werden, wenn Sie Gelbfieberimpfstoffe erhalten sollen, und es wird nicht empfohlen, dass dieses Arzneimittel angewendet wird, wenn Sie Impfstoffe mit lebenden Virenpartikeln erhalten sollen.
      • Phenytoin, eine Behandlung gegen Krampfanfälle.
      • Cyclosporin oder Tacrolimus (beide Behandlungen schwächen das Immunsystem des Körpers und werden angewendet, um der Organ-Abstoßung nach einer Organtransplantation vorzubeugen).
      • Knochenmarksunterdrückende Medikamente (verringern die Bildung von roten und weißen Blutzellen sowie Blutgerinnungszellen).

Hersteller

Pharmaselect International Beteiligungs GmbH

Österreich

WIEN

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