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/ Calciumchlorid 1 normal

Calciumchlorid 1 normal: Beipackzettel

Verschreibungspflichtig: Nein

Wirkstoff:

7.35 g Calcium chlorid

Darreichungsform: Infusionslösungskonzentrat

Packungsgrößen (PZN)

10 ML

(9543972)

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Art und Weise von Calciumchlorid 1 normal

  • Das Infusionslösungskonzentrat darf nicht unverdünnt, sondern nur als Zusatz zur intravenösen Infusion verwendet werden.

Dosierung von Calciumchlorid 1 normal

  • Die Dosierung richtet sich nach dem individuellen Bedarf, der vor der Anwendung zu bestimmen ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten
    • Eine Überdosierung durch zu schnelle Infusion kann Hitzegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Vasodilatation und Blutdruckabfall, Bradykardie und Herzrhythmusstörungen bis zum Herzstillstand zur Folge haben. Eine zu rasche oder übermäßige Infusion kann auch zu einem erhöhten Calciumgehalt des Blutes führen (Gesamtplasma-Calciumkonzentration > 3 mmol/l bzw. ionisierter Calciumanteil > 1,1 mmol/l).
    • Symptome einer Hyperkalzämie können sein:
      • Zerebrale Störungen (z.B. Mattigkeit, Lethargie, Verwirrtheit)
      • Gastrointestinale Störungen (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Stuhlverstopfung, Neigung zu Geschwüren)
      • Kardiale Störungen (z.B. Tachykardie- und Arrhythmieneigung, Bluthochdruck, EKG-Veränderungen (QT-Verkürzung))
      • Renale Störungen (z.B. vermehrte Harnausscheidung, gesteigerter Durst, Verminderung der Konzentrationsfähigkeit, Neigung zur Ablagerung von Calciumsalzen in der Niere)
      • Reflexabschwächung.
    • Die hyperkalzämische Krise (Plasmakonzentration > 4 mmol/l) ist durch folgende, sich rasch entwickelnde Symptome charakterisiert: Erbrechen, Koliken, Atonie bis hin zum Darmverschluss infolge Lähmung der Darmmuskulatur, allgemeine Muskelschwäche, Bewusstseinsstörungen, anfangs vermehrte später häufig verminderte bis vollständig fehlende Harnausscheidung.
    • Therapie: Sofortiges Abbrechen der Infusion. Insbesondere bei hochgradig erhöhtem Calciumgehalt des Blutes besteht die Notwendigkeit einer akuten Senkung des Serum-Calciumspiegels.
    • Gegenmaßnahmen bei noch ausreichender Nierenfunktion: Forcierte Diurese bei gleichzeitiger Flüssigkeitssubstitution mit isotonischer Natriumchlorid-Lösung unter strenger Kontrolle der Wasserbilanz und des Elektrolythaushalts.
    • Gegenmaßnahmen bei gestörter Nierenfunktion: Hämodialyse gegen ein calciumfreies Dialysat.

 

  • Bei Fragen zur Anwendung des Arzneimittels ist der Arzt oder Apotheker zu befragen.

Indikation von Calciumchlorid 1 normal

  • Das Präparat ist ein Elektrolytkonzentrat.
  • Es wird angewendet bei Calciummangelzuständen, insbesondere bei hypochlorämischer alkalotischer Stoffwechsellage.

Kontraindikation von Calciumchlorid 1 normal

  • Das Präparat darf nicht angewendet werden bei
    • Erhöhter Calcium- oder Chloridgehalt des Blutes (Hyperkalzämie oder Hyperchlorämie)
    • Azidosen
    • Schwere Niereninsuffizienz
    • Erhöhte Ausscheidung von Calcium im Urin (Hyperkalzurie)
    • Ablagerung von Calciumsalzen in der Niere (Nephrokalzinose)
  • Vorsicht ist geboten bei Patienten, die mit Digitalis-Glykosiden behandelt werden.

Nebenwirkungen von Calciumchlorid 1 normal

  • Bei der Anwendung können lokal ein Wärmegefühl und bei höheren Konzentrationen Venenwandreizungen und -entzündungen auftreten.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweis für Calciumchlorid 1 normal

  • Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise
    • Kontrollen des Serumionogramms und des Säuren-Basen-Haushalts sind erforderlich.
    • Aufgrund der gewebereizenden Wirkung von Calciumchlorid ist auf eine intravenöse Anwendung zu achten.
    • Langsam infundieren, um ein eventuelles Auftreten von Hitzegefühl, Übelkeit, Erbrechen und Blutdruckabfall bis hin zur Bewusstlosigkeit sowie Herzrhythmusstörungen zu vermeiden.

Schwangerschaftshinweis für Calciumchlorid 1 normal

  • Gegen eine Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit bestehen bei entsprechender Indikation keine Bedenken.

Wechselwirkungen von Calciumchlorid 1 normal

  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
    • Bei Patienten, die mit Digitalis-Glykosiden behandelt werden, kann es zu Anzeichen einer Digitalis-Überdosierung kommen.
    • Angaben zur Inkompatibilität: siehe zusätzliche Informationen für Fachkreise.

Original-Beipackzettel als PDF

Hersteller

SERAG-WIESSNER GmbH & Co.KG

Deutschland

Naila

https://www.serag-wiessner.de

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